Im Interview erklärt: Wie Cloud4Log (C4L) den digitalen Lieferschein zur Branchenlösung macht: mit Echtzeit-Daten und standardisierten Schnittstellen
Veröffentlicht am 03.12.2025
Nach einem erfolgreichen Proof of Concept startet im Januar 2026 die Pilotphase für Native Scanning . Zukünftig soll es möglich sein, GS1 DataMatrix Codes mit Google Lens zu scannen und weiterführende Informationen zu erhalten. So bekommen beispielsweise Pflegekräfte, medizinisches Fachpersonal oder Patient:innen digitalen Zugang zu vertrauenswürdigen Daten von Arzneimitteln. Ziel ist es, mit ausgewählten Partnern mehr Transparenz und Effizienz im Gesundheitswesen zu gewährleisten sowie vertrauenswürdige und interoperable Informationen zur Verfügung zu stellen. „Digitale Produktinformationen sind ein entscheidender Schritt hin zu mehr Patientensicherheit. Die bevorstehende Pilotphase ermöglicht es, gemeinsam mit Herstellern, nationalen Initiativen und weiteren wichtigen Stakeholdern die Weichen für eine globale Lösung zu stellen“, sagt Thomas Fell, Lead GS1 Germany. Und er ergänzt: „Mithilfe von Standards und Smartphones fördern wir das Zusammenwirken der physischen und digitalen Welt und können relevante Informationen jederzeit am richtigen Ort bereitstellen.“ Was ist der GS1 DataMatrix? Der GS1 DataMatrix gehört zu den sogenannten zweidimensionalen Barcodes. Er gilt als echtes Platzwunder, denn er verschlüsselt eine Vielzahl von Informationen auf kleinsten Flächen. Deshalb ist er vor allem im Gesundheitswesen seit etwa 20 Jahren stark verbreitet. Zumal zusätzliche Informationen wie Seriennummern, Chargennummern oder Verfallsdaten im Code enthalten sein können. Darüber hinaus trägt er dazu bei, Medikamente fälschungssicherer und Medizinprodukte im UDI-Kontext rückverfolgbar zu machen. Heute sind allein in den USA und der EU mehr als 16 Milliarden Medikamentenverpackungen mit GS1 DataMatrix Codes versehen. Wie funktioniert Native Scanning? Als Nächstes wird gemeinsam mit mehreren ausgewählten Unternehmen weltweit praxisnah getestet, wie die neue Funktion beispielsweise weiterführende Informationen zu elektronischen Packungsbeilagen (ePIL) online verfügbar machen kann. Derzeit lassen sich die bestehenden GS1 DataMatrix Codes nativ mit Google Lens auf Android-Geräten scannen, wobei die verfügbaren Informationen noch variieren können – in naher Zukunft soll dies zudem auf iOS-Geräten möglich sein. Um das Native Scanning auf eine noch breitere Basis zu stellen, Standards zu etablieren, die Implementierung zu beschleunigen und die Akzeptanz zu erhöhen, soll das Netzwerk ausgebaut werden. Interessierte Partner können sich deshalb für die Teilnahme an der Pilotphase mit Google bei den Länderorganisationen von GS1 melden. „Die Möglichkeit, einen GS1 DataMatrix Code direkt mit einem Smartphone scannen zu können, ist ein Durchbruch für globale Gesundheitssysteme“, beschreibt Sylvia Reingardt, Senior Manager Healthcare Industry Engagement bei GS1 Germany, das Vorhaben. „Das bedeutet, dass dieselben bewährten Standards, die der Identifizierung und Rückverfolgbarkeit von Medikamenten zugrunde liegen, vertrauenswürdige Daten direkt in die Hände derjenigen liefern, die sie am dringendsten benötigen.“ Diese gemeinsame Initiative von GS1 und Google spiegelt das Engagement für offene Standards und den Zugang zu Produktinformationen von Arzneimitteln dank technischer Zusammenarbeit wider. Sie zielt darauf ab, interoperable Daten systematisch zu verbinden und so die Gesundheitsversorgung für alle und überall sicherer, intelligenter und effizienter zu machen. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Telefon: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Warum lebendige Communitys Markenloyalität neu formen: Dorothee Ebert (KPMG) erklärt, wie Zugehörigkeit, Austausch & Purpose den Handel der Zukunft prägen.
Interview von GS1 Germany mit Mark Tomaszewski, Co-Founder & Managing Partner, über Marktplätze, Technologien und Visionen im E-Commerce.
Veröffentlicht am 06.11.2025
Mit dem Projekt „ Palettenladehöhen “ initiiert GS1 Germany gemeinsam mit 11 Unternehmen aus Industrie und Handel den Schritt zur Harmonisierung logistischer Standards in Deutschland und Europa. Ziel ist es, den bestehenden nationalen Standard im Bereich der Palettenladehöhen zu analysieren und auf den europäischen Standard EUL1 (1200 mm) auszurichten, um Effizienzpotenziale entlang der gesamten Supply Chain zu heben. Diskrepanz zwischen deutschem und europäischem Standard Seit 1985 wird in der deutschen FMCG-Branche überwiegend die Palettenladehöhe CCG1 (1050 mm) genutzt. Im europäischen Vergleich hat sich jedoch die Ladehöhe EUL1 (1200 mm) als Standard etabliert. Diese ermöglicht eine effizientere Nutzung von Transport- und Lagerkapazitäten. Die aktuell unterschiedlichen Standards führen zu Ineffizienzen in Logistik, Datenmanagement und Warenfluss und machen eine Neuausrichtung erforderlich. „Mit dem Projekt schaffen wir die Basis, um Ineffizienzen zu beseitigen und die Supply Chain zukunftssicher aufzustellen. Ein gemeinsamer europäischer Standard ist der Schlüssel für mehr Transparenz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit“, erklärt Stefan Thomas, Senior Manager Supply Chain Management bei GS1 Germany. Projekt Palettenladehöhen soll Prozesse optimieren und zukunftsfähig machen Im Rahmen des Projekts führt GS1 Germany gemeinsam mit Unternehmen wie Nestlé , Mondelez International , Oetker , dm , Beiersdorf und weiteren eine umfassende Analyse der aktuellen Ist-Situation durch. Dabei werden insbesondere relevante Prozesse, Datenflüsse, Systeme und Stammdaten untersucht. Erkenntnisse aus bilateralen Praxistests zwischen Industrie und Handel liefern zusätzliche Hinweise auf bestehende Hürden und Optimierungspotenziale. Auf dieser Basis wird ein konkreter Maßnahmenkatalog entwickelt, der sowohl die Anforderungen an die angepassten Palettenladehöhen als auch die Effizienzsteigerung in Supply-Chain-Prozessen berücksichtigt. „Eine Anpassung der Palettenhöhe auf 1,20 Meter erhöht in vielen Fällen die Auslastung der Fahrzeuge und trägt damit zu weniger LKW-Verkehr und CO₂-Reduzierung bei,“ sagt Andreas Heithoff, Head of Warehousing and Distribution bei Beiersdorf. Datenmanagement und Umstellungsstrategie Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines Datenmanagement-Konzepts, das die Abbildung verschiedener Ladehöhenvarianten ermöglicht und Datenkonsistenz über Unternehmensgrenzen hinweg sicherstellt. Abschließend wird eine Strategie zur schrittweisen Einführung des neuen Standards EUL1 definiert. Diese Strategie wird anhand von Szenarien ausgearbeitet. „Mit der Einführung der Palettenladehöhenanpassung von CCG1 zu EUL1 setzen wir in Deutschland einen wichtigen Meilenstein, um uns europaweit einheitlich aufzustellen. Diese Maßnahme trägt dazu bei, LKWs besser auszulasten, Ressourcen effizienter einzusetzen und damit nachhaltiger am Markt zu agieren,“ erklärt André Arnshoff, Customer Innovation Manager DACH bei Mondelez International. Am Ende sollen ein Leitfaden zur praktischen Umsetzung und ein gemeinsames Positionspapier der beteiligten Unternehmen, das den Rahmen für ein künftiges Umstellungsszenario beschreibt, entstehen. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 23.10.2025
Frankfurt/Köln, 23. Oktober 2025. Das Startup Cyreen , Teil des Portfolios der GS1 Germany Beteiligungsgesellschaft butterfly & elephant , hat gemeinsam mit L. Stroetmann ein Pilotprojekt gestartet, das den stationären Handel datenbasiert vernetzbar machen soll. Ziel ist es, die Verkaufsfläche, die bislang eine Art „Black Box“ war, transparenter und messbar zu machen und Ansätze für einen Connected Store aufzuzeigen. Cyreen verbindet innovative Retail Media-Konzepte mit etablierter Standardisierung: Ihre C.A.P.-Technologie (Connecting Ad-Impressions with Purchase) nutzt RFID -Technologie zur Erfassung von Werbekontakten in Echtzeit und verknüpft diese mit tatsächlichen Kaufentscheidungen. RFID-Chips an Einkaufswagen erfassen, welche Werbespots Kund:innen sehen, indem sie eine automatische und kontaktlose Erfassung der Bewegungen im Markt in Echtzeit ermöglichen. Die erhobenen Daten werden anschließend mit den realisierten Käufen, die an der Kasse mithilfe der GTIN (ehemals EAN) identifiziert werden, verknüpft. So lässt sich die tatsächliche, inkrementelle Werbewirkung und Konversion unmittelbar nachvollziehen und auswerten. Im Pilotprojekt mit Stroetmann kommt diese Technologie zum Einsatz, um First-Party-Daten zum Kundenverhalten im Store zu gewinnen und verschiedene Technologien sowie Datenströme auf der Fläche zu vernetzen. Vier zentrale Bereiche stehen dabei im Fokus für das Dashboard, den C.A.P.-Explorer: Retail Analytics: Analysen zu Frequenzen, Aufenthaltszeiten oder Laufwegen im Markt – vergleichbar mit den Trackingmöglichkeiten im E-Commerce. In-Store Audio/ Radio: Erste Messungen zur quantitativen Wirkung von In-Store Audio-Impulswerbung auf Shopper- statt Gesamtumsatzebene, zusammen mit P.O.S. Experience. In-Store Retail Media mit Screens: Mit den erhobenen Daten konnte festgestellt werden, dass interaktive C.A.P.-Screens nicht nur die Sichtbarkeit von Markenprodukten steigern, sondern auch von Eigenmarken und ganzen Kategorien. Integration verschiedener Datenströme: Durch die gemeinsame Basis können unterschiedliche Technologien im Markt miteinander vernetzt werden. So wird die Verkaufsfläche zum Connected Store. Stroetmann als Innovationstreiber L. Stroetmann mit Sitz in Münster beliefert als regionaler Großhandelspartner der Edeka-Gruppe rund 80 Edeka Einzelhandelsunternehmer und betreibt sieben eigene E-Center. Mit dem Projekt möchte Stroetmann eine Vorreiter-Rolle im Bereich Connected Retail einnehmen – verbunden mit klaren Erwartungen: Durch die neu gewonnenen Daten sollen die Verkaufsfläche und Ladenlayouts künftig noch zielgerichteter gestaltet, Werbemaßnahmen präziser gesteuert und Kundenbedürfnisse besser verstanden werden. Gleichzeitig soll der stationäre Einkauf durch relevantere Angebote attraktiver werden. „Für uns ist die Relevanz von Werbung entscheidend – es geht darum, die richtige Botschaft zur richtigen Zeit auszuspielen. Für Retail-Kampagnen ist das genauso bedeutend wie Reichweite. Unser Ziel ist es, alle Kommunikationsmaßnahmen aufeinander abzustimmen: vom personalisierten WhatsApp-Newsletter bis hin zur datengetriebenen und kontaktgenauen Ansprache im Store. Mit Projekten wie diesem legen wir die Basis für eine vernetzte Kundenkommunikation über alle Kanäle hinweg“, sagt Jörg Wolf, Vorstand L. Stroetmann. „Mit der C.A.P.-Technologie schlagen wir eine Brücke zwischen klassischem stationärem Handel und den datengetriebenen Möglichkeiten des E-Commerce. Dank der GS1 Standards schaffen wir die Grundlage dafür, dass diese Lösung für den gesamten Markt funktioniert“, erklärt Cyreen-Mitgründer Ciril Hofmann. Für GS1 Germany ist Cyreen ein Beispiel dafür, wie Innovation und Standardisierung Hand in Hand gehen. Als Beteiligung von butterfly & elephant zeigt das Startup, wie junge Unternehmen und etablierte Handelsakteure gemeinsam die Zukunft des Einkaufens gestalten können. Pressefoto: E Center in Coesfeld, Bildrechte: L. Stroetmann butterfly & elephant – Unlocking Potential for You. butterfly & elephant ist eine von GS1 Germany in 2024 gegründete Beteiligungsgesellschaft, die mittels Corporate Venture Capital Startups dabei unterstützt, ihr volles Potenzial durch die Nutzung oder Förderung der GS1 Standards zu entfalten und so ihre Entwicklung zu beschleunigen. Die Einzigartigkeit von butterfly & elephant ist die starke GS1 Community aus den Branchen Konsumgüterindustrie und Handel, E-Commerce und Healthcare – ein Netzwerk aus über 97.000 Unternehmen in Deutschland und zwei Millionen weltweit. Dabei setzen wir auf den hohen Wert der unternehmerischen Freiheit der Startups, ihr Produkt und ihre Wachstumsstrategie selbstbestimmt weiterzuentwickeln. www.butterphant.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 22.10.2025
Auf der diesjährigen Supply Chain CX hat GS1 Germany als Host der Lean and Green Initiative in Deutschland Lorenz und Hipp für ihre CO ₂ -Reduktion in Lager- und Logistikprozessen ausgezeichnet. Lorenz erhält den Lean and Green 3rd Star, Hipp wird mit dem Lean and Green 1st Star geehrt. Die Lean and Green Initiative unterstützt Unternehmen dabei, logistikbezogene Treibhausgasemissionen systematisch zu reduzieren. Grundlage für die Auszeichnung sind dokumentierte Maßnahmen und durch das SGS Institut Fresenius überprüfte Ergebnisse. Lorenz: 3rd Star für 38,49 Prozent CO₂-Reduktion Durch die konsequente Optimierung seiner Lieferketten- und Energieprozesse hat Lorenz seine CO₂-Emissionen seit 2014 um 38,49 Prozent reduziert. Dieser Erfolg basiert auf gezielten Maßnahmen in den Kernbereichen Transporteffizienz, Lagerlogistik und Energiemanagement. Effizienzsteigerung im Transport: Eine höhere Auslastung der Ladungsträger erreicht das Unternehmen durch die Umstellung auf CCG2-Paletten sowie eine Erhöhung der Palettenlagen. Gleichzeitig reduzierte Lorenz die Frequenz der Transporte bei konstantem Volumen und setzte für Umlagerungen gezielt Lang-LKW des Typs 3 ein, um die Effizienz weiter zu steigern. Neu ausgerichtete Lagerlogistik: Im Rahmen einer strategischen Anpassung stellt Lorenz die Belieferung von Zentrallagern für ausgewählte Kunden um. Eine gezielt verringerte Lieferfrequenz optimiert die Tourenplanung und senkt den Ressourceneinsatz, während die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet bleibt. Nachhaltiges Energiemanagement: Am Produktionsstandort Neunburg vorm Wald sichert der Bezug von zertifiziertem Ökostrom eine klimafreundliche Energieversorgung. Flankierend dazu optimierte das Unternehmen den Erdgasverbrauch und leistet so einen weiteren Beitrag zur Emissionsreduktion. Ergänzend hat sich Lorenz zur Erreichung des Lean and Green 3rd Stars in sozialen und ökologischen Projekten engagiert, darunter Spendenaktionen für die Ukraine, regelmäßige Unterstützung lokaler Tafeln, Unterstützung von Kleinbauern und Frauen in der Cashew-Produktion in Mosambik, Biodiversitätsförderung an Produktionsstandorten sowie die Zusammenarbeit mit der Plastic Bank in Ägypten zur Vermeidung von Meeresplastik. Stefan Bender, Head of Logistics bei Lorenz, erklärt: „Die Auszeichnung ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich. Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. In der Logistik setzen wir diesen Weg konsequent fort. Dass wir dieses Ziel erreichen konnten, verdanken wir der engen Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Logistikpartnern. Gemeinsam werden wir auch in Zukunft daran arbeiten, unsere Supply Chain noch effizienter und klimafreundlicher zu gestalten.” Auch Hipp kann sich über einen Erfolg in der Initiative freuen. Bereits in seinem ersten Jahr als Lean and Green Teilnehmer hat das Unternehmen im Vergleich zum Basisjahr 2020 eine CO₂-Reduktion von 25,9 Prozent erzielt und sich damit den 1st Star gesichert. Wesentliche Hebel für diese Einsparung waren: Hipp: 1st Star für 25,9 Prozent CO₂-Reduktion Auch Hipp kann sich über einen Erfolg in der Initiative freuen. Bereits in seinem ersten Jahr als Lean and Green Teilnehmer hat das Unternehmen im Vergleich zum Basisjahr 2020 eine CO₂-Reduktion von 25,9 Prozent erzielt und sich damit den 1st Star gesichert. Wesentliche Hebel für diese Einsparung waren: Strategische Standortkonsolidierung: Durch die Zentralisierung der Lagerlogistik von ehemals elf auf drei strategische Standorte verkürzt Hipp Transportwege signifikant und reduziert die damit verbundenen Fahrleistungen. Umstellung auf erneuerbare Energien: Die vollständige Umstellung der Lagerstandorte auf zertifizierten Ökostrom aus Wasserkraft eliminiert die Emissionen aus dem Strombezug und ist ein zentraler Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie. Elektrifizierung der Intralogistik: Der Austausch von Treibgasstaplern durch moderne, elektrisch betriebene Flurförderzeuge senkt die Emissionen direkt vor Ort. Zusätzlich optimierte das Unternehmen interne Shuttle-Transporte zur Steigerung der Gesamteffizienz. Effizienz im Transportnetzwerk: Eine intelligente Tourenplanung in Kombination mit der gezielten Modernisierung der Fahrzeugflotten bei beauftragten Transportdienstleistern trägt ebenfalls maßgeblich zur Emissionssenkung bei. Anna Ostermeier, Leiterin Exportlogistik und internationales Auftragsmanagement bei Hipp, sagt: „Die erzielten Ergebnisse zeigen, dass sich Investitionen in Nachhaltigkeit auch operativ auszahlen.“ Pressefoto: Lean and Green Auszeichnung für Lorenz und Hipp auf der Supply Chain CX in Berlin. V.l.n.r.: Aljoscha Rix (GS1 Germany), Stefan Bender (Lorenz), Bernard Magin (Lorenz), Dr. Peter Gebhard (Hipp), Anna Ostermeier (Hipp), Ingo Wolters (GS1 Germany). Foto: BVL / Thomas Rafalzyk Mehr zu Lean and Green: www.gs1.de/lean-and-green Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 16.10.2025
Das Unternehmen entwickelt Lösungen, die den Alltag älterer Menschen sicherer machen sollen. Grundlage dafür ist der Einsatz von GS1 Standards, die das Startup bereits in der Produktion und Prozessgestaltung nutzt und künftig weiter ausbauen will. Technologie im Dienst der Menschen Gardia wurde aus persönlichen Erfahrungen heraus entwickelt. Als die Großmutter und Großtante der beiden Gründer nach Stürzen erst spät gefunden wurden, beschlossen Marlon Besuch und Michael Hummels, etwas zu verändern. Aus diesem Antrieb heraus entwickelten sie das intelligente Notrufarmband Gardia – mit dem Ziel, Sicherheit und Selbstbestimmung im Alltag älterer Menschen zu stärken. „Der Gedanke, dass meine Großmutter nach ihrem Sturz so lange allein war, hat mich tief bewegt. Mir wurde klar: Es braucht eine Lösung, die ältere Menschen wirklich zuverlässig schützt – ohne dass sie ständig daran denken müssen, sie zu benutzen“, erklärt Marlon Besuch. 2019 gründeten sie das Unternehmen, das heute rund 30 Mitarbeitende beschäftigt. „Als Gründer verfolgen wir die Vision, mit intelligenten Sicherheitslösungen zu einer Zukunft beizutragen, in der Technologie Menschen unterstützt und Selbstbestimmung fördert,“ erklärt Michael Hummels. Ziel ist es, Technologie so einzusetzen, dass sie den Menschen im Alltag unterstützt. Das Notrufarmband bietet eine digitale Lösung, um in Notsituationen schnell Hilfe zu organisieren. Es verfügt über eine sogenannte FallGuard-Sturzerkennung, die speziell für das Bewegungsprofil älterer Menschen entwickelt wurde. Neben der automatischen Auslösung bei einem erkannten Sturz können Nutzer:innen auch manuell einen Notruf auslösen. Die Verbindung zur 24/7 Bosch Notrufzentrale und die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsprodukte-Hersteller Beurer verbinden technische Funktionalität mit persönlicher Betreuung. Ein wesentliches Merkmal ist die Möglichkeit, individuell festzulegen, wer im Notfall benachrichtigt wird – Angehörige, Freund:innen oder die Notrufzentrale. Darüber hinaus legten die Gründer Wert auf ein Design, das sich bewusst von klassischen Notfallknöpfen absetzt und so einem stigmatisierenden Erscheinungsbild entgegenwirkt. Damit verbindet Gardia Sicherheitsfunktionen mit Selbstbestimmung. Einsatz von GS1 Standards für Nachvollziehbarkeit und Sicherheit Zur eindeutigen Produktkennzeichnung und Rückverfolgbarkeit nutzt Gardia die GS1 Standards GTIN (ehemals EAN) und EPCIS . Künftig sollen weitere Standards, darunter GS1 Digital Link , integriert werden. Damit verfolgt das Unternehmen das Ziel, Transparenz, Sicherheit und Effizienz in den Abläufen weiter zu erhöhen. Marlon Besuch sagt dazu: „Im Rahmen des butterfly & elephant Investments setzen wir gezielt auf die Vorteile der GS1 Standards. Sie unterstützen uns dabei, unsere Prozesse verlässlich und zukunftsfähig zu gestalten und unsere Mission konsequent umzusetzen.“ Gemeinsame Perspektive Mit dem Investment stärkt butterfly & elephant ein Unternehmen, das technologische Innovation mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet. Benjamin Birker, Managing Director bei butterfly & elephant, erläutert: „Gardia verbindet technologische Präzision mit echter Verantwortung. Mit unserem Investment fördern wir eine Lösung, die Sicherheit in den Alltag älterer Meschen bringt – verlässlich, respektvoll und mit dem Bewusstsein, dass Technologie dem Menschen dienen muss.“ Bildmaterial: 1. microsynetics-Gründer Marlon Besuch (r.) und Michael Hummels (l.) – Bildrechte: microsynetics 2. Notrufarmband Gardia - Bildrechte: microsynetics 3. Notrufarmband Gardia im Einsatz - Bildrechte: microsynetics 4. Benjamin Birker, Managing Director butterfly & elephant - Bildrechte: butterfly & elephant Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 09.10.2025
Das Unternehmen entwickelt wiederverwendbare Versandverpackungen und eine digitale Lösung zur Nachverfolgung ihrer Nutzung. Ziel ist es, Abfall und CO₂-Emissionen im Onlinehandel zu senken und die Kreislaufwirtschaft im Versandprozess zu fördern. Standardisierung als Basis für gezielte Einsparungen Das System von hey circle kombiniert robuste, mehrfach nutzbare Versandboxen und -taschen mit einer Softwarelösung, die Umläufe, Einsparungen und CO₂-Emissionen dokumentiert. Jede Verpackung ist mit einem eindeutigen GRAI (Global Returnable Asset Identifier) versehen. Damit lassen sich die Bewegungen der einzelnen Behälter nachvollziehen und die erzielten Einsparungen präzise berechnen. Zusätzlich nutzt hey circle die GTIN (ehemals EAN), um unterschiedliche Verpackungstypen eindeutig zu identifizieren und Bestände standortübergreifend zu verwalten. Die Anwendung der GS1 Standards schafft eine gemeinsame Datenbasis und erleichtert die Integration in bestehende Logistikprozesse. „Die Nutzung der GS1 Standards wie GTIN und GRAI ermöglicht uns, Verpackungen eindeutig zu identifizieren und Nachhaltigkeitsdaten transparent zu erfassen. So wird Kreislaufwirtschaft messbar und für Unternehmen anwendbar“, sagt Doris Diebold, Gründerin und Geschäftsführerin von hey circle. Nach Angaben von hey circle reduzieren die wiederverwendbaren Verpackungen im Vergleich zu Einwegkartons den Abfall um rund 94 Prozent, die CO₂-Emissionen um 76 Prozent und die Verpackungskosten um 53 Prozent (Quelle: Ökopol-Studie und Vergleichsrechnungen von hey circle). Die begleitende Software erfasst diese Werte automatisch und stellt sie für ESG-Reportings zur Verfügung. Unternehmen erhalten so eine Datengrundlage, um ökologische Kennzahlen in ihre Nachhaltigkeitsberichte zu integrieren. Marktposition und Kooperation hey circle arbeitet mit über 90 Unternehmenskunden zusammen und hat mehrere zehntausend Verpackungen im Umlauf. Kooperationen mit Paketdienstleistern unterstützen die Weiterentwicklung und Integration von Mehrwegmodellen in bestehende Logistiknetzwerke. Das Investment durch butterfly & elephant markiert einen weiteren Schritt, um den Einsatz wiederverwendbarer Verpackungslösungen im Versandhandel zu verbreiten und Datenstandards als Grundlage für nachhaltige Logistikprozesse zu etablieren. „hey circle macht Nachhaltigkeit skalierbar. Das Team verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Stärke. Unser Investment fördert ein Modell, das mithilfe von GS1 Standards nachhaltige Innovation in bestehende Wertschöpfungsketten bringt“, so Benjamin Birker, Managing Director bei butterfly & elephant. Bildmaterial: 1. hey circle Gründerin Doris Diebold und butterfly & elephant Managing Director Benjamin Birker – Bildrechte: hey circle 2. Mehrwegversandverpackungen in verschiedenen Größen von hey circle - Bildrechte: hey circle 3. Doris Diebold, Gründerin hey circle - Bildrechte: hey circle 4. Benjamin Birker, Managing Director butterfly & elephant - Bildrechte: butterfly & elephant Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 29.09.2025
„An meine Haut lasse ich nur…“. Ein allseits bekannter Slogan einer ebenso bekannten Marke; neu ist jetzt: Die Körperpflegemarke CD macht ihr traditionsreiches Reinheitsgebot fit für das digitale Zeitalter. Ab sofort führt ein dynamischer QR-Code mit GS1 Digital Link direkt von der Verpackung auf transparente digitale Produktinformationen. Mit diesem Schritt zeigt der Markenhersteller Lornamead, wie Konsumentenorientierung, regulatorische Anforderungen und moderne Markenführung zusammengeführt werden können. Mit dem Relaunch der Duschkategorie integriert CD auf allen Verpackungen einen QR-Code, der Konsument:innen per Smartphone-Scan zu einem Digital Label auf info.link leitet. Dort finden sie ausführliche Informationen zu Inhaltsstoffen, Nachhaltigkeitsmerkmalen und Claims sowie Details zum bekannten Reinheitsgebot der Marke. Zudem stehen dort Hinweise für die Anwendung und Pflegetipps, die den Übergang zwischen physischem Produkt im Regal und digitaler Markenwelt schaffen. So wird ein direkter, jederzeit mobil verfügbarer Zugang zur Markenkommunikation möglich – ohne App-Zwang und mit einem klaren Mehrwert für das Einkaufserlebnis. Die digitale Lösung erfüllt zugleich Anforderungen, die mit Blick auf kommende EU-Vorgaben immer wichtiger werden. Lornamead bereitet sich damit nicht nur auf die Empowering Consumers Directive vor, sondern auch auf den Digitalen Produktpass (DPP) im Rahmen der Ökodesign-Verordnung ESPR und auf die neue Verpackungsverordnung PPWR. Mit dem GS1 Digital Link entsteht eine zukunftssichere Infrastruktur, die sich flexibel erweitern und an regulatorische Entwicklungen anpassen lässt, ohne dass Verpackungen erneut physisch geändert werden müssen. Einer für alles: Ein QR-Code, mehr Transparenz, Marketing-Insights und Rechtssicherheit Für Verbraucher:innen bedeutet diese Innovation mehr Klarheit und Transparenz bei der Wahl von Hautpflege- und Kosmetikprodukten. Für Hersteller schafft sie Rechtssicherheit und stärkt zugleich die Markenpositionierung im Regal. Aus Unternehmenssicht eröffnen die Digital Labels zudem die Möglichkeit, wertvolle Marketing-Insights in Echtzeit zu gewinnen. Denn die Auswertung der Scans liefert Antworten darauf, welche Produkte besonders stark nachgefragt werden und welche Informationen für Konsument:innen relevant sind. Dieses Wissen ermöglicht es, Kampagnen gezielter zu steuern und Inhalte fortlaufend zu optimieren. Gleichzeitig eröffnet das System neue Optionen für digitale Interaktionen wie Promotions, Gewinnspiele oder Rabattaktionen, die unmittelbar am Produkt aktiviert werden können. Ein zentraler Erfolgsfaktor des Projekts war die enge Zusammenarbeit der beteiligten Abteilungen. Ein dediziertes Projektteam steuerte die Umsetzung, während Marketing, Regulatory und Design von Beginn an eingebunden waren, was Abstimmungsprozesse beschleunigte und die Akzeptanz sicherte. Ebenso trug die juristische Begleitung dazu bei, hybride Label-Strategien rechtssicher zu prüfen und frühzeitig freizugeben. Dass Lornamead den Rollout zunächst auf die Marke CD konzentrierte, erwies sich als strategisch kluger Schritt: Prozesse, Tools und Abstimmungen konnten praxisnah getestet und optimiert werden, bevor die Erfahrungen in eine markenübergreifende Ausweitung der 2D-Migration im gesamten Portfolio einfließen. „Mit der Digitalisierung unseres Portfolios schlagen wir eine Brücke zwischen Tradition und Innovation. Das CD-Reinheitsgebot wird damit nicht nur sichtbarer, sondern auch zukunftsfähig – für unsere Konsument:innen, den Handel und regulatorische Anforderungen zugleich“, erklärt Carola Kroll, Marketing Director bei Lornamead. Auch GS1 Germany betont den Modellcharakter des Projekts: „Die Case Study rund um CD zeigt eindrücklich, wie Standardisierung, Digitalisierung und Konsumentenzentrierung Hand in Hand gehen können“, so Ilka Machemer, Expertin für GS1 Standards und Mitglied im 2D-Migration-Team des Kölner Unternehmens. Mit GS1 Digital Link und info.link hat Lornamead die Grundlage für eine skalierbare und effiziente Migration von linearen Strichcodes zu 2D-Codes im gesamten Portfolio geschaffen. Pressebild: Per Scan des QR-Codes erhalten Verbraucher:innen über ein digitales Label Zugang zu Produktinformation (Quelle: Lornamead/info.link) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueber-uns