Mit der SoVi App will das Unternehmen SonicView alle digitalen Produkte barrierefrei
gestalten und entwickeln. Hier geht's zum Interview
Veröffentlicht am 14.09.2026
GS1 Germany hat zum 23. Mal den Efficient Consumer Response Award, kurz ECR Award, verliehen . Die Auszeichnung ging an drei unternehmensübergreifende Projekte, in denen Partner aus Industrie, Handel und Dienstleistung ihre Kompetenzen zusammenbringen und gemeinsam konkrete Lösungen entwickeln. Die Gewinnerteams zeigen, wie aus partnerschaftlicher Zusammenarbeit praxiserprobte Ansätze entstehen, die sich skalieren lassen und an verschiedenen Touchpoints der Shopper Journey spürbare Wirkung im Markt entfalten. Der Preisvergabe ging ein mehrstufiges Auswahlverfahren voraus. Nach der Bewertung der eingereichten Projekte präsentierten jeweils drei Finalisten ihre Konzepte in Live-Pitches vor der Jury. Im Anschluss an die Präsentationen und Beratungen bestimmte die Jury die Gewinnerteams jeder Kategorie. Alle ausgezeichneten Projekte verbindet, dass die Beteiligten ihr Wissen teilen, neue Ansätze gemeinsam entwickeln und konsequent umsetzen. ECR Collaboration Excellence Award: Die Kassenzone neu gedacht Mit dem „European NextGen Checkout Projekt“ reagieren die REWE Group und Mars auf den wachsenden Anteil von Selbstbedienungskassen und die damit verbundenen Veränderungen in Funktion und Gestaltung der Kassenzone . Self-Checkout kann Wartezeiten verkürzen und den Bezahlprozess komfortabler machen. Gleichzeitig verändert sich die Aufmerksamkeit für klassische Impulsangebote. Seit mehr als zwei Jahren entwickeln beide Unternehmen deshalb gemeinsam Lösungen, die die Kassenzone stärker an den Bedürfnissen der Shopper:innen ausrichten und als zeitgemäßen, attraktiven Bestandteil des Einkaufserlebnisses weiterentwickeln. Das Projekt verbindet kurzfristig umsetzbare Verbesserungen mit einer langfristigen, datenbasierten Neugestaltung. In acht Ländern und fünf Vertriebsformaten wurden bislang mehr als 7.000 Impulsmodule installiert und über 2.500 Kassenzonen optimiert. In Pilotmärkten fließen Transaktionsdaten und Erkenntnisse zu Wartezeiten und Laufwegen in die Planung ein . Auf dieser Grundlage werden Sortimente und Platzierungen angepasst sowie Warenträger und Kassentypen neu aufeinander abgestimmt. Die Jury würdigte insbesondere den Umfang und die internationale Dimension des Projekts. Darüber hinaus sah sie Potenzial, den gemeinsam entwickelten Ansatz auf weitere Kategorien zu übertragen. ECR Innovation Excellence Award: Vernetzte Shopper-Aktivierung Mit dem Projekt „360° Integrated Activation – Die Evolution des Meal Deals“ greifen Kaufland und Coca-Cola die etablierte Idee des Meal Deals auf und entwickeln sie datenbasiert weiter . Um echte Relevanz zu schaffen, wird auf eine profilbasierte Steuerung mittels hyper-targeted, hyper-localized und hyper-connected gesetzt. Am Beispiel der Kombination aus Tiefkühlpizza und Softdrinks sollen relevante Zielgruppen vor, während und nach dem Einkauf gezielter erreicht und die Wirkung der einzelnen Kontaktpunkte messbar gemacht werden. Auf Basis der First-Party-Data der Kaufland-Xtra-Card werden Shopperprofile identifiziert und entlang einer lückenlos geführten Journey aktiviert. Für die Pilotphase wurden rund 1,5 Millionen Softdrink- und Pizza-Shopper:innen in 169 Fokus-Stores mit hohem Convenience-Anteil angesteuert . Gezielte Social-Media-Ansprache, Angebote in der App, Out-of-Home-Kommunikation, digitale Screens und Produktplatzierungen im Markt werden entlang der gesamten Shopper Journey aufeinander abgestimmt. Durch das transparente Performance-Tracking am Kassenbon schließt sich der Datenkreis direkt am Point of Sale. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in künftige Aktivierungen einfließen und den Ansatz auf zusätzliche Produktkombinationen, Kategorien und Märkte übertragbar machen . Die Jury sah die besondere Stärke in der erfolgreichen Weiterentwicklung und praktischen Umsetzung einer etablierten Mechanik. Zudem überzeugten der Live-Pitch und die aufgezeigten Möglichkeiten für weitere Produktkombinationen. ECR Sustainability Excellence Award: Mehrwegsystem für Kosmetik Mit dem Projekt „zerooo – Das Mehrwegsystem für Drogerie und Kosmetik“ bauen SEA ME und Müller sowi Budni gemeinsam mit beteiligten Marken einen branchenoffenen Mehrwegkreislauf für Pflege-, Kosmetik- und Haushaltsprodukte auf . Konsument:innen erwerben die Produkte in wiederverwendbaren Pfandgebinden und geben sie nach Gebrauch an der Kasse, am Pfandautomaten oder über Lieferdienste zurück. zerooo übernimmt anschließend die Rückführung, Sortierung, Reinigung und erneute Bereitstellung. Ziel ist ein System, das für Marken und Handel praktikabel ist und Mehrweg unkompliziert in bestehende Einkaufsroutinen integriert. Bis zu 500.000 Gebinde zirkulieren bereits über ein Netzwerk von knapp 1.000 Verkaufs- und Rückgabepunkten in Deutschland und Österreich . Jede PET-Mehrwegflasche wird mit einem Global Returnable Asset Identifier (GRAI) eindeutig gekennzeichnet. So lassen sich Umläufe und Reinigungsstatus der Gebinde nachvollziehen. Eine von der Technischen Universität Hamburg erstellte und unabhängig geprüfte Ökobilanz weist gegenüber vergleichbaren Einwegverpackungen ungefähr 40 Prozent weniger CO₂-Emissionen und einen um etwa 40 Prozent geringeren Verbrauch fossiler Ressourcen aus . In einem engen Bewerberfeld waren für die Jury vor allem der hohe Reifegrad und die Skalierbarkeit des Systems ausschlaggebend. Auch der überzeugende Live-Pitch trug zur Entscheidung bei. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Telefon: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 19.08.2025
Die GS1 Germany Beteiligungsgesellschaft butterfly & elephant unterstützt gezielt Startups, die Standards und Innovation u. a. im Handel intelligent verbinden. Mit der Partnerschaft zwischen dem Kasseler Einkaufswagenspezialisten Expresso und dem Startup Cyreen wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Die C.A.P.-Technologie von Cyreen soll in die Smart-Shopper-Plattform von Expresso integriert werden und eine hyperpersonalisierte Ansprache von Shopper:innen im stationären Einzelhandel ermöglichen. C.A.P.-Technologie wird skalierbar Cyreen verbindet innovative Retail Media-Konzepte mit etablierter Standardisierung: Ihre C.A.P.-Technologie (Connecting Ad-Impressions with Purchase) nutzt RFID-Technologie zur Erfassung von Werbekontakten in Echtzeit und verknüpft diese mit tatsächlichen Kaufentscheidungen. RFID-Chips an Einkaufswagen erfassen, welche Werbespots Kund:innen sehen, indem sie eine automatische und kontaktlose Erfassung der Bewegungen im Markt in Echtzeit ermöglichen. Die erhobenen Daten werden anschließend mit den realisierten Käufen, die an der Kasse mithilfe der GTIN (ehemals EAN) identifiziert werden, verknüpft. So lässt sich die tatsächliche Werbewirkung und Konversion unmittelbar nachvollziehen und auswerten. Durch die Kooperation mit Expresso hat Cyreen die Möglichkeit, seine Technologie im direkten Zusammenspiel mit einem smarten Einkaufswagen in die Anwendung zu bringen. Der Smart-Shopper fungiert dabei nicht nur als digitaler Einkaufshelfer für Konsument:innen, sondern wird durch die Integration der C.A.P.-Technologie auch zu einer Analyse- und Steuerungseinheit für den Point of Sale. Ziel ist es, die Produkte im Einkaufswagen mithilfe des Smart-Shoppers in Echtzeit zu identifizieren und dann die Shopper:innen mit einer hyperpersonalisierten Werbung basierend auf ihren Kaufinteressen anzusprechen. Das können beispielsweise komplementäre oder alternative Produkte sein. Die Logik ist analog zu den Möglichkeiten aus der Online-Welt. Sobald ein Produkt im Warenkorb liegt, werden basierend darauf passende Kaufimpulse gesendet. Durch Kenntnis der Kaufinteressen kann die Werbewirkung auch im Markt auf ein neues Level gehoben werden. Retail Media messbar machen Die Einbindung in die Smart-Shopper-Plattform von Expresso eröffnet für Cyreen weitere Anwendungsfelder und Wachstumsmöglichkeiten. Für Markenhersteller im FMCG-Segment bedeutet das: Retail Media-Kampagnen lassen sich erstmals präzise auf Basis von First-Party-Daten aus dem stationären Handel bewerten, ohne invasive Datenerhebung, aber mit hoher Aussagekraft zur Werbewirkung. „Unsere Technologie war von Beginn an darauf ausgelegt, die Lücke zwischen Werbekontakt und tatsächlichem Kaufverhalten im stationären Handel zu schließen. Die Zusammenarbeit mit Expresso bringt uns einen entscheidenden Schritt näher an hyperpersonalisierte Kundenkommunikation im stationären Handel,“ erklärt Ciril Hofmann, Gründer von Cyreen. Neben der Integration der C.A.P.-Technologie profitieren Handel und Kund:innen gleichermaßen von den bestehenden Smart-Shopper-Lösungen von Expresso. Mit dem digitalen Einkaufswagen werden Produkte bereits während des Einkaufs direkt im Wagen gescannt und auf dem integrierten Display angezeigt. Das vereinfacht nicht nur den Bezahlvorgang, da die Waren am Ende nicht mehr aufs Kassenband gelegt werden müssen, sondern sorgt auch für volle Transparenz über den Einkauf in Echtzeit. Für Händler:innen eröffnet die Smart-Shopper-Plattform zusätzliche Potenziale, etwa durch digitale Services wie Einkaufshilfen, gezielte Promotions oder die direkte Verbindung zum Kundenkonto. Die Partnerschaft unterstreicht zugleich die strategische Ausrichtung von butterfly & elephant, skalierbare Technologien mit klarem Nutzen für die Branche zu fördern. Cyreen zeigt exemplarisch, wie Standardisierung, Datenschutz und Innovationskraft zu zukunftsfähigen Lösungen im physischen Handel führen. Pressebild: Cyreen-Gründer Davide Scheidegger (l.), Ciril Hofmann (m.) und Benedict Boos (r.) Bildrechte: Cyreen butterfly & elephant – Unlocking Potential for You. butterfly & elephant ist eine von GS1 Germany in 2024 gegründete Beteiligungsgesellschaft, die mittels Corporate Venture Capital Startups dabei unterstützt, ihr volles Potenzial durch die Nutzung oder Förderung der GS1 Standards zu entfalten und so ihre Entwicklung zu beschleunigen. Die Einzigartigkeit von butterfly & elephant ist die starke GS1 Community aus den Branchen Konsumgüterindustrie und Handel, E-Commerce und Healthcare – ein Netzwerk aus über 97.000 Unternehmen in Deutschland und zwei Millionen weltweit. Dabei setzen wir auf den hohen Wert der unternehmerischen Freiheit der Startups, ihr Produkt und ihre Wachstumsstrategie selbstbestimmt weiterzuentwickeln. www.butterphant.de EXPRESSO Deutschland GmbH & Co. KG EXPRESSO – Empowering Smart Retail. EXPRESSO ist ein führender Hersteller von Premium-Transport- und Einkaufswagensystemen mit Sitz in Kassel. Seit über 70 Jahren steht das Unternehmen für Innovation, Qualität und nachhaltige Lösungen „Made in Germany“. Mit der SmartShopper® Plattform verbindet EXPRESSO die physische Einkaufswelt mit digitalen Services und ermöglicht Händlern neue Potenziale in Kundenkommunikation, Prozessoptimierung und Retail Media zu erschließen. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Handel entwickelt EXPRESSO praxisnahe Anwendungen, die den Einkauf komfortabler, effizienter und zukunftsfähiger machen. www.SmartShopper.company Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 18.08.2025
Nachhaltigkeit ist längst zu einem zentralen Kaufkriterium geworden – doch Verbraucher:innen stehen oft vor einem Dschungel aus Label, Siegeln und Informationen, die nicht immer leicht zu verstehen oder zu vergleichen sind. Unterschiedliche Darstellungsformen, unklare Kriterien und mangelnde Transparenz erschweren mitunter fundierte Kaufentscheidungen. Gleichzeitig erwarten Politik und Gesellschaft mehr Nachvollziehbarkeit entlang der gesamten Lieferkette. Vor diesem Hintergrund setzt das EU-Projekt TealHelix an: Es will die Vermittlung nachhaltigkeitsrelevanter Informationen neu denken – verständlich, digital vernetzt und individuell auf die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen zugeschnitten. So soll nachhaltiger Konsum leichter zugänglich, transparenter und attraktiver werden. TealHelix ist ein im Rahmen von Horizon Europe gefördertes Forschungsprojekt, das neue Wege für die Kennzeichnung nachhaltiger Lebensmittel erforscht. Insgesamt arbeiten 17 Partner aus 11 europäischen Ländern zusammen – darunter Universitäten, NGOs, Marktforschungsfirmen, Marketingagenturen und mit GS1 Germany ein führender Standardisierungsakteur, unter anderem mit langjähriger Erfahrung in nachhaltigkeitsbezogenen Produktinformationen. Koordiniert wird das Projekt von der Universität KU Leuven in Belgien und verfügt über ein Budget von 6,5 Millionen Euro. Was macht TealHelix besonders? Das Projekt will nicht einfach ein neues Label auf Produkten schaffen. Stattdessen geht es darum, Verbraucher:innen zu zeigen, wie ihre Entscheidungen über Lebensmittel die Umwelt beeinflussen. Die Kennzeichnung wird individuell angepasst, damit sich mehr Menschen angesprochen fühlen. So sollen sie auch ohne spezielles Vorwissen im Bereich Nachhaltigkeit besser verstehen können, wie nachhaltig ihr Kaufverhalten ist. Die Forschenden untersuchen dazu, wie Konsument:innen Entscheidungen treffen und was sie motiviert. Besonders verletzliche Gruppen sollen besser erreicht werden. Darauf aufbauend sollen neue digitale Lösungen und Kennzeichnungssysteme auf Basis etablierter Standards und globaler Lösungen entstehen. Im Fokus steht hier der „Sustainable Food Compass“, ein Werkzeug, das Verbraucher:innen dabei hilft, ihre persönlichen Vorlieben mit generellen Umweltzielen zu verbinden. Des Weiteren sollen verschiedene, neue Apps zur KI-Unterstützung und mit spielerischen Elementen beim Einkauf am Point of Sale, kurz POS, unterstützen und Vertrauen in Nachhaltigkeitslabels stärken. In sechs EU-Ländern, darunter Deutschland, Polen, Griechenland und die baltischen Staaten, werden diese dann unter realistischen Bedingungen, also in Supermärkten oder im Online-Handel, getestet. Der Beitrag von 2D-Codes, Nachhaltigkeits-Claims und Shopper Experience GS1 Germany spielt innerhalb von TealHelix eine zentrale Rolle bei der Standardisierung und Kommunikation nachhaltigkeitsbezogener Informationen entlang der Lieferkette bis hin zum POS. Das Kölner Unternehmen, bekannt durch Standards und Lösungen rund um den Barcode , bringt dazu vielseitig Expertise mit ein, zum Beispiel in Sachen Produktidentifikation und -kennzeichnung: Die Expert:innen vermitteln etwa ihr Know-how bei der möglichen Integration von QR-Codes mit dem Standard GS1 Digital Link . Diese Technologie erlaubt eine dynamische und zielgruppenspezifische Kommunikation von Informationen direkt am Produkt – beispielsweise zur CO₂-Bilanz, Herkunft oder zu sozialen Aspekten der Herstellung. So lassen sich Inhalte je nach Kanal, Sprache oder Nutzerverhalten individuell ausspielen. Die hinterlegten Informationen können jederzeit angepasst werden, während der Code auf der Verpackung derselbe bleibt. Ebenso fließen Erfahrungen aus dem Projekt „Sustainable Product Claims 2.0“ , das sich mit glaubwürdigen, transparenten und überprüfbaren Nachhaltigkeitsaussagen entlang von Wertschöpfungsketten beschäftigt. Als langjähriger Partner des Handels und der Konsumgüterindustrie verfügt GS1 Germany zudem über umfangreiche Kenntnisse zur Verbraucherkommunikation am POS. Und zu guter Letzt kann das weitverzweigte Kunden- und Partnernetzwerk aus Markenherstellern, Handelsorganisationen und Solution Providern dazu beitragen, den Praxistransfer und die Skalierbarkeit der Projektergebnisse sicherzustellen. Die nächste Generalversammlung von TealHelix richtet GS1 Germany vom 29. bis 30. September 2025 in Köln aus. www.tealhelix.eu Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 24.09.2024
2D-Codes bieten Unternehmen und Verbaucher:innen die Vielfalt an Informationen und den Zugang zu Produktwelten, die lineare Strichcodes, wie der EAN-13, nicht abbilden können. „QR-Codes auf Coupons und Produkten gibt es heute schon. Damit auch POS-Scanner den Code, zum Beispiel zum Aufrufen von Preisen an der Ladenkasse, lesen können, erarbeitet GS1 fortlaufend zusammen mit Anwendern aus Industrie und Handel sowie Solution Partnern Lösungen für die globale Umstellung von linearen auf zweidimensionale Barcodes am Point of Sale (POS)“, so Heide Buhl, Senior Manager Identification + Data Carrier bei GS1 Germany. Die Migrationsphase ist bis Ende 2027 vorgesehen, so dass ab 2028 die Verwendung von 2D-Codes alternativ oder zusätzlich zu den bestehenden linearen Strichcodes in Geschäften weltweit möglich ist. Ab 2028 entscheidet somit der Markeninhaber, ob er weiterhin den EAN-Code oder einen 2D-Code aufbringt. GS1 Germany unterstützt Unternehmen bei der Umstellung jetzt mit dem neuen und kostenfreien Whitepaper „Zukunft 2D-Codes im Einzelhandel“, das hier zum Download bereitsteht: www.gs1.de . Es beschreibt vor allem die Vorteile, Potenziale sowie Use Cases der zweidimensionalen Datenträger und liefert entscheidungsrelevante Informationen für die Wahl des passenden Barcodes. Wieso, weshalb, warum? Vorteile, die für Unternehmen aus einer erfolgreichen 2D-Migration entstehen Warum sollten Unternehmen sich mit dem Thema 2D-Codes am Point of Sale beschäftigen? Welche Chancen bieten sie Herstellern und Handel? Welcher 2D-Code ist der passende für den jeweiligen Unternehmensbedarf oder für das einzelne Produkt? Und was gilt es bei der Umstellung zu beachten? Das Whitepaper geht auf diese und weitere Fragen ein. Nach einer grundlegenden Einführung in das Thema werden die Optionen der 2D-Migration für Hersteller und Einzelhändler dargestellt, etwa für eine verbesserte Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit sowie für mehr Consumer Engagement. Detailliert zeigt das Whitepaper die neuen Anwendungsmöglichkeiten durch die größere Menge an im 2D-Code abbildbaren Daten auf sowie die Nutzenpotenziale einer Pilotierung von 2D-Codes für alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette - also für Hersteller, Händler und Dienstleister. Des Weiteren unterstützt ein Entscheidungsbaum im Dokument bei der Wahl des geeigneten Barcodes. Konkrete Anwendungsfälle aus der Praxis machen die Potenziale und Nutzenvorteile beispielhaft deutlich. Abschließend beleuchtet das Whitepaper kurz das Commitment von Unternehmen in verschiedenen Ländern und die globale Akzeptanz für die 2D Migration. Beep – Jeden Tag werden weltweit mehr als sechs Milliarden Strichcodes von Scannern erfasst Der Barcode auf Waren ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken und gerade darum ist es an der Zeit für ein Update. Denn eindimensionale Barcodes wie der EAN-Strichcode können nur eine Produktkennung, die GTIN, verschlüsseln. Die 2D-Codes dagegen können zusätzliche Daten wie Verfallsdatum, Chargennummer, Seriennummer und mehr enthalten. Mit dem GS1 Digital Link im QR-Code oder DataMatrix können Markenhersteller sogar ihre Produkte mit dem Web verbinden und beliebig viele Informationen und Webinhalte zur Verfügung stellen. Für Verbraucher:innen z.B. Informationen über Allergene, Rezepte, Sonderangebote, häufig gestellte Fragen. Und für Einzelhändler Zertifikate, Infos zu Rückrufaktionen und vieles mehr. Auch gesetzliche Anforderungen – wie zum Beispiel der Digitale Produktpass – lassen sich mit dem QR-Code umsetzen. „Dieser sogenannte dynamische QR-Code ist ein multifunktionales Tool, das beim Scan – zum Beispiel mit der Kamera des Smartphones – situativ zu den jeweils relevanten Informationen führt. Je nachdem, welche Produktangaben und -hinweise gerade hilfreich sind“, erklärt Buhl den Mehrwert und Vorteil gegenüber dem klassischen Strichcode, wie er heute vor allem auf Produkten im Handel zu finden ist. Ein weiterer wesentlicher Vorteil: Während die ausspielbaren Informationen variabel sind, bleibt der Code auf dem Produkt der gleiche. Damit können Unternehmen ihren Geschäftspartnern und Kund:innen jederzeit unterschiedliche Informationen ausspielen, ohne den Code auf der Verpackungen ändern zu müssen – ein Code für alles. Weitere Informationen rund um die 2D-Migration am Point of Sale: www.gs1-germany.de/branchen-themen/zukunft-2d-code/ Pressefoto: Ein Code auf der Verpackung, vielfältige und variable Informationen für die Supply Chain und für Verbraucher:innen (Quelle: Jakes Beverages) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: michaela.freynhagen@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 21.07.2025
Im Februar 2025 trat die EU Verpackungsverordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) in Kraft und markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer Kreislaufwirtschaft. Sie legt ambitionierte Ziele zur Reduzierung von Verpackungsabfällen und zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit fest. Dadurch sind Unternehmen aufgefordert, detaillierter über ihre Verpackungen zu berichten. „Obwohl die Anforderungen zur Recyclingfähigkeit jeder Verpackung gemäß der PPWR erst ab 2030 in Kraft treten, ist ein frühzeitiges Reporting für verschiedene Prozesse von großer Bedeutung“, betont Dagmar Glatz von dm-drogerie markt. Denn sobald die Recyclingfähigkeit zum Beispiel in die Kalkulation der Lizenzierungsentgelte einfließt, muss sie den dualen Systemen für jede Verpackung transparent gemacht werden. Damit Unternehmen entlang der Lieferkette rechtzeitig auf das PPWR-konforme Reporting der Recyclingfähigkeit von Verpackungen und ihrer Komponenten vorbereitet sind, entwickelt das Forum Rezyklat bestehende Datenattribute weiter. Ziel ist es, dass Unternehmen in Zukunft die Recyclingfähigkeit nicht nur auf Gesamtverpackungs-, sondern auch auf Komponentenebene, angeben können. So können Unternehmen zukünftig alle relevanten Verpackungsinformationen standardisiert austauschen, zum Beispiel im globalen Stammdatennetzwerk GDSN. Neues Datenattribut und umfassende Codeliste für Verpackungskomponenten Die PPWR verlangt, dass alle Verpackungsbestandteile, die vom Verbraucher bei der Erstöffnung oder durch den Sammelprozess bis zur Sortierung auf dem Sortierband separat anfallen, individuell hinsichtlich ihrer Recyclingfähigkeit bewertet werden. „Das ist vielen noch nicht bewusst“, erklärt Glatz weiter. Um dieser neuen Anforderung gerecht zu werden, hat das Forum Rezyklat ein weiteres Datenattribut mit dem Namen „Packaging Components“ erarbeitet. Dort tragen Unternehmen ein, aus welchen Komponenten die Verpackung besteht. Diese können sie aus einer hinterlegten Codeliste auswählen, die ab Herbst 2025 auf www.forum-rezyklat.de kostenfrei verfügbar sein wird. „Wir laden alle Interessierten ein, sich über die Entwicklungen im Forum Rezyklat zu informieren und aktiv an der Diskussion teilzunehmen,“ erklärt Anna Zießow von Recyda. Sie leitet zusammen mit Dagmar Glatz im Forum Rezyklat das Fachpaket „Digitalisierung“ und setzt sich in dem Bündnis seit Anbeginn für ein einheitliches standardisiertes Vorgehen ein. „Diese Initiative ist ein wichtiger Schritt, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern und die Umweltauswirkungen von Verpackungen zu reduzieren. Durch diese Weiterentwicklung wird sichergestellt, dass Unternehmen frühzeitig auf die neuen Anforderungen reagieren können und somit einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten“, so Zießow. Über das Forum Rezyklat Das Forum Rezyklat wurde 2018 von dm-drogerie markt initiiert und versteht sich als agiles Bündnis. Mehr als 70 Mitglieder bestehend aus Händlern, Produkt- und Verpackungsherstellern, dualen Systemen, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie Vertreter:innen der Wissenschaft und Politik, bilden die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Kreislaufwirtschaft ab. Gemeinsam arbeiten sie im Forum Rezyklat an praxis- und verbrauchernahen Strategien und Maßnahmen. Sie wollen das Bewusstsein der Menschen für Kreislaufwirtschaft fördern, um eine sortenreine Trennung der Wertstoffe zu erzielen. Dadurch können die Qualität von Recyclingmaterialien sowie der Recyclinganteil in Verpackungen erhöht werden. Des Weiteren strebt das Forum an, Verpackungen zu optimieren und schon im Entstehungsprozess neuer Verpackungen darauf zu achten, dass diese recyclingfähig sind, damit sie als Ressource dem Kreislauf erhalten bleiben. Um diese Ziele zu erreichen, engagieren sich die Mitglieder des Forum Rezyklat in Fachpaketen, die sich mit folgenden Themen befassen: Stammdatenmanagement, Technologie und Recyclingfähigkeit, Endverbraucher-Kommunikation und Verpackungsreduzierung. www.forum-rezyklat.de Pressekontakt Forum Rezyklat GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: presse@forum-rezyklat.de
Veröffentlicht am 10.02.2025
Bereits im Februar 2024 belieferte das Logistikunternehmen Nagel-Group die ALDI SÜD Regionalgesellschaften Langenfeld mit Tiefkühlprodukten. Schritt für Schritt wurden weitere Sortimente integriert, sodass alle Produktbereiche über den digitalen Lieferschein von Cloud4Log abgewickelt werden können. Mittlerweile sind vier Regionalgesellschaften von ALDI SÜD an der Pilotphase beteiligt: Adelsdorf, Langenfeld, Mönchengladbach und St. Augustin. Im Rahmen der aktuellen Erweiterung der Pilotphase erprobt das Handelsunternehmen speziell entwickelte Anforderungen an Cloud4Log. Zu den Entwicklungen zählt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), die eine automatisierte Auslesung der Lieferscheininhalte ermöglicht. Dadurch wird die Bearbeitung der Lieferscheindaten erheblich vereinfacht und deutlich Zeit für alle Teilnehmenden der Supply Chain gespart. Um den digitalen Prozess umfassend zu testen, hat ALDI SÜD darüber hinaus enge Kooperationen mit Lieferanten und Logistikdienstleistern etabliert. „Die Pilotphase bei ALDI SÜD ist für uns ein weiterer wichtiger Schritt, um die Verbreitung des digitalen Lieferscheins zu fördern“, sagt Stefanie Klefisch, Managerin Cloud4Log bei GS1 Germany. Über 100 registrierte User Im Frühjahr 2024 wurde bereits die 100er-Marke der registrierten Unternehmen geknackt , darunter namhafte Markenhersteller und Händler. Cloud4Log bietet eine digitale Lösung, die die Lieferscheinabwicklung für alle beteiligten Akteure effizient und fortschrittlich ermöglicht. Mit der zentralen Cloud-Plattform können sie Lieferscheine in Echtzeit erstellen, verwalten und austauschen. Darüber hinaus steht dem Fahrpersonal eine Self-Check-in-Funktion in 14 verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Das spart Zeit sowie Ressourcen und entlastet Mitarbeiter:innen. Neben den genannten Vorteilen können weitere Funktionen durch Lösungsanbieter realisiert werden, wie zum Beispiel der Einsatz von KI zum Auslesen von Lieferscheinen. Dies testet ALDI SÜD ebenfalls in der Pilotphase. Zudem können andere Funktionen, wie die Einbindung eigener Prozessschritte oder die Dokumentation bei Prüfungen von Öko- und Gütesiegeln, realisiert werden. Cloud4Log ist ein Kooperationsprojekt von GS1 Germany und der Bundesvereinigung Logistik, das den nationalen Warenverkehr durch den Einsatz eines digitalen Lieferscheins optimieren soll. Mehr Informationen: www.cloud4log.de Bundesvereinigung Logistik - Die 1978 gegründete Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. ist eine gemeinnützige, neutrale und überwiegend ehrenamtliche Organisation. Als Plattform für Manager der Logistik in Industrie, Handel und Dienstleistung, für Wissenschaftler und Studierende bildet sie mit heute rund 10.500 Mitgliedern eine Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und ist Podium für den nationalen und internationalen Gedankenaustausch zwischen Führungskräften aus Logistik und Supply Chain Management. Mehr unter www.bvl.de GS1 Germany – Es begann mit einem einfachen Beep. 1974 wurde in einem Supermarkt zum ersten Mal ein Barcode gescannt. Dies war der Beginn des automatisierten Kassierens – und der Anfang der Erfolgsgeschichte von GS1. Der maschinenlesbare GS1 Barcode mit der enthaltenen GTIN ist mittlerweile der universelle Standard im globalen Warenaustausch und wird sechs Milliarden Mal täglich auf Produkten gescannt. Die Standards von GS1 sind die globale Sprache für effiziente und sichere Geschäftsprozesse, die über Unternehmensgrenzen und Kontinente hinweg Gültigkeit hat. Als Teil eines weltweiten Netzwerks entwickeln wir mit unseren Kunden und Partnern gemeinsam marktgerechte und zukunftsorientierte Lösungen, die auf ihren Unternehmenserfolg unmittelbar einzahlen. Zwei Millionen Unternehmen aus über 20 Branchen weltweit nutzen heute diese Sprache, um Produkte, Standorte und Assets eindeutig zu identifizieren, um relevante Daten zu erfassen und um diese mit Geschäftspartnern in den Wertschöpfungsnetzwerken zu teilen. GS1 – The Global Language of Business. www.gs1.de Pressekontakt GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Mobil: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 26.02.2025
Die veränderten Rahmenbedingungen in volatilen Zeiten wirken sich auch auf das Einkaufsverhalten aus. Gezieltes Einkaufen findet zum Beispiel heutzutage häufiger statt als planloses Shoppen im stationären Handel . Zudem wächst der Wunsch nach mehr Kontrolle über die eigene Kaufentscheidung. Daneben führt unter anderem die zunehmende Digitalisierung dazu, dass die bislang genutzten Dimensionen im Category Management oder Retail Marketing zur Beschreibung von Plan- und Spontankäufen ein Umdenken bei Handel und Industrie gleichermaßen erfordern. Studie: Plan- und Spontankauf – FMCG-Einkäufe neu gedacht Denn neue Bedürfnisse bedingen neue Maßnahmen, nicht zuletzt am Point-of-Sale. In der Kooperationsstudie „Plan- und Spontankauf – FMCG-Einkäufe neu gedacht“ von GS1 Germany und YouGov sind deshalb aus der Praxis gewonnene Erkenntnisse eingeflossen, die eine unmittelbare Anwendbarkeit gewährleisten. Im Fokus standen folgende Kernfragen: Welcher Anteil an Produktkäufen ist geplant, welcher ungeplant? Wie detailliert ist der Einkauf beim Betreten einer Einkaufsstätte geplant? Wie können Shopper-Entscheidungen beeinflusst werden? Welche konkreten Trigger lösen Spontankäufe aus? Welche (digitalen) Tools unterstützen die Kaufentscheidung? Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Shopper heutzutage seltener impulsiv und demnach reflektierter, strukturierter und geplanter hinsichtlich Kategorie, Sorte und Marke einkaufen. Der Idealtypus „Souveräner Shopper“ strebt beim Einkaufen nach einer Balance zwischen Effizienz und Sicherheit sowie Inspiration und Freiheit bei der Produktwahl . Dabei ist der Preis nach wie vor ein starker Trigger für die finale Kaufentscheidung bei nicht vollständig geplanten Produktkäufen. Zugleich sind digitale Medien und das Produktdesign wichtige und wirksame Trigger am Point-of-Sale. Ohnehin wird der Einkauf von FMCG-Produkten (Fast Moving Consumer Goods) entlang der Shopper Journey immer digitaler und komplexer. Konkrete Empfehlungen für die FMCG-Branche der Zukunft In der vorliegenden Studie geht es insbesondere darum, das herkömmliche Verständnis von Plan- und Spontankäufen zu überprüfen und daraus konkrete Empfehlungen für die Zukunft abzuleiten. Hat sich der Planungsgrad von FMCG-Einkäufen verändert und wenn ja, wie? Zur Beantwortung dieser Frage wurde ein mehrstufiges Studiendesign mit qualitativen und quantitativen Modulen entwickelt. Individuelle Deep Dives relevanter Kategorien – 19 insgesamt, von Milchprodukten und pflanzlichen Alternativen über salzige Snacks bis hin zu Tiefkühlgerichten – bieten darüber hinaus einen ganzheitlichen Blick auf das Kaufverhalten im stationären Handel. Unter www.gs1-germany.de/plan-und-spontankaufstudie finden Interessierte unter anderem eine Leseprobe. Darüber hinaus bieten wir Ihnen die Möglichkeit, mit den Shopper Experience Expert:innen von GS1 Germany und Autor:innen der Studie in den Dialog zu treten. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 12.03.2025
Glasverpackungen gelten als eine der kreislauffähigsten Verpackungslösungen. „Glas lässt sich nahezu unendlich oft einschmelzen und wiederverwenden, ohne dass das Material an Qualität verliert. Zudem benötigt die Wiederverwertung von Altglas deutlich weniger Energie als die Herstellung neuen Glases“, weiß Lisa Marie Ruffert, Circular Consultant, BellandVision. In Deutschland werden laut Umweltbundesamt , kurz UBA, etwa 85 Prozent des Verpackungsglases recycelt. Trotzdem landen, nach Angaben des UBA, durchschnittlich rund sechs Prozent der Glasmenge im Restmüll und gehen somit dem Recyclingprozess verloren. Auch können Sortieranlagen kleine Scherben, mit einer Größe von unter einem Zentimeter, oft nicht zuverlässig erfassen sowie opak beschichtete oder mit Etiketten beklebte Glasstücke nicht korrekt aussortieren. Das Forum Rezyklat hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, das Recycling von Glasverpackungen voranzutreiben und dazu Handlungsempfehlungen entwickelt. Sie beziehen sich auf das Design for Recycling und sind damit für Unternehmen gedacht, die Verpackungen entwickeln und die sie auf den Markt bringen. Die Empfehlungen stehen ab sofort als Fachpublikation in deutscher und englischer Sprache kostenfrei hier zur Verfügung: www.forum-rezyklat.de . Analyse des Glasrecyclings: Technologien auf hohem Niveau Im Forum Rezyklat untersuchte die Arbeitsgruppe „Evaluation Verwertungstechnik“ intensiv die Herausforderungen im Glasrecycling. Das Ziel war es, bestehende Technologien zu analysieren, Potenziale zu identifizieren und Rückschlüsse in Form von Handlungsempfehlungen zur recyclingfreundlichen Verpackungsgestaltung zu ziehen. „Die eingesetzten sensorbasierten Sortiertechnologien in der Glasaufbereitung sind bereits auf einem sehr hohen Niveau. Der Schwerpunkt zukünftiger Verbesserungen sollte daher zusätzlich auf dem ‚Design for Recycling‘ liegen, um die Recyclingfähigkeit von Glasverpackungen weiter zu steigern und Materialverluste zu minimieren“, erklärt Benedikt Heitmann, Geschäftsführer, Reiling Glas Recycling. Empfehlungen zur Steigerung der Recyclingfähigkeit in Kürze Die folgenden von den Expert:innen während der Analyse gewonnenen Erkenntnisse und die daraus abgeleiteten Empfehlungen sind im Einklang mit den Kriterien des Mindeststandard zur Bemessung der Recyclingfähigkeit der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR): Vermeidung von Bleiglas: Die in Bleiglas enthaltenen Schwermetalle beeinträchtigen die Qualität des recycelten Glases und führen zu unerwünschten Farbveränderungen. Einsatz transparenter Verpackungen: Opakes und sehr dunkles Glas wird oft nicht als Glas identifiziert und somit fälschlicherweise in die Restfraktion sortiert. Opakes Glas lässt kaum Licht durch, daher wird es als Störstoff erkannt und nicht recycelt. Einfaches Ablösen von Etiketten: Papieretiketten mit wasserlöslichem Klebstoff sind unproblematisch, da sie sich durch Feuchtigkeit leicht ablösen lassen. Kunststoffetiketten in Kombination mit einem wasserunlöslichen Klebstoff sind herausfordernd, da sie sich kaum bis gar nicht vom Glas entfernen lassen. Die mit hydrophoben Etiketten behafteten Glasscherben werden daher als Störstoff erkannt. Darüber hinaus entstanden folgende konkrete Empfehlungen, die über den Mindeststandard der ZSVR hinausgehen: Abrasive ablösbare Etiketten: Alternativ zu den oben genannten durch Feuchtigkeit nicht entfernbaren Kunststoffetiketten können „abrasiv“ ablösbare Etiketten eingesetzt werden. Bodenverschlossene Sleeves vermeiden: Sleeves sollten ohne Bodeneinschluss gestaltet sein, sodass Glasscherben während des Zerkleinerungsprozesses herausfallen können. Standardisierung auf Weiß-, Grün- und Braunglas: Diese Farben können in den Recyclinganlagen zuverlässig getrennt und wiederverwendet werden. Metallverschlüsse bevorzugen: Metallverschlüsse aus Aluminium oder Eisenmetall können getrennt und separat recycelt werden. Recyclingfähigkeit von Glasverpackungen: Pressebild 1 Recyclingfähigkeit von Glasverpackungen: Pressebild 2 BU: Die Wiederverwertung von Altglas benötigt deutlich weniger Energie als die Herstellung von neuem Glas (Quelle: Veolia Holding Deutschland GmbH). Über das Forum Rezyklat Das Forum Rezyklat wurde 2018 von dm-drogerie markt initiiert und versteht sich als agiles Bündnis. Mehr als 70 Mitglieder bestehend aus Händlern, Produkt- und Verpackungsherstellern, dualen Systemen, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie Vertreter:innen der Wissenschaft und Politik, bilden die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Kreislaufwirtschaft ab. Gemeinsam arbeiten sie im Forum Rezyklat an praxis- und verbrauchernahen Strategien und Maßnahmen. Sie wollen das Bewusstsein der Menschen für Kreislaufwirtschaft fördern, um eine sortenreine Trennung der Wertstoffe zu erzielen. Dadurch können die Qualität von Recyclingmaterialien sowie der Recyclinganteil in Verpackungen erhöht werden. Des Weiteren strebt das Forum an, Verpackungen zu optimieren und schon im Entstehungsprozess neuer Verpackungen darauf zu achten, dass diese recyclingfähig sind, damit sie als Ressource dem Kreislauf erhalten bleiben. Um diese Ziele zu erreichen, engagieren sich die Mitglieder des Forum Rezyklat in Fachpaketen, die sich mit folgenden Themen befassen: Stammdatenmanagement, Technologie und Recyclingfähigkeit, Endverbraucher-Kommunikation und Verpackungsreduzierung. www.forum-rezyklat.de Pressekontakt GS1 Germany GmbH Michaela Freynhagen Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Tel: 0221 94714-534 E-Mail: presse@forum-rezyklat.de
Veröffentlicht am 01.04.2025
Im Rahmen des 31. Handelslogistik Kongresses erhielt das Unternehmen BLG Handelslogistik den Lean and Green 2nd Star. Die Verleihung fand in der Koelnmesse anlässlich der diesjährigen Log statt. Die Lean and Green Auszeichnung honoriert die Reduktion von Treibhausgasen in Transport und Logistik. GS1 Germany ist Host der Initiative in Deutschland. Kontinuierliche Maßnahmen zur THG Reduktion seit 2013 „Die BLG kann auf eine erfolgreiche Geschichte in der Initiative zurückblicken. Seit der Beiratsmitgliedschaft im Jahr 2013 und dem Erhalt des Lean and Green Awards im Jahr 2015 hat das Unternehmen kontinuierlich Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs und zur Minimierung der Treibhausgas-Emissionen (THG) implementiert“, berichtet Aljoscha Rix, Junior Manager Supply Chain Management bei GS1 Germany. Im April 2021 wurde der BLG bereits der Lean and Green 1st Star für die erfolgreiche Reduzierung ihrer Emissionen im Zeitraum 2013 bis 2018 verliehen. Der jetzt überreichte 2nd Star deckt den darauf anknüpfenden Zeitraum 2019 bis 2021 ab und würdigt die kontinuierlichen Fortschritte des Unternehmens in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. „Die Auszeichnung unseres Unternehmens mit dem Lean and Green 2nd Star bestätigt uns in unseren bisherigen Anstrengungen zur Senkung anfallender Emissionen und motiviert uns kontinuierlich an dem Weg der Dekarbonisierung zu arbeiten“, betont Christine Hein, Mitglied des Vorstands & Chief Financial Officer (CFO) der BLG-Gruppe. Im Rahmen seiner Strategie zur Reduktion anfallender Emissionen setzte das Logistikunternehmen erfolgreich mehrere Maßnahmen um. Der Standort Kitzingen bezieht klimafreundliche Nahwärme aus einem benachbarten Hackschnitzelwerk. Darüber hinaus wurden am Standort Koblenz die Temperaturfühler der Kälteanlagen ausgetauscht und an einem Standort in Bremen die Heizungsregelung modernisiert, was zu Einsparungen bei den Erdgasverbräuchen führte. Auch im Bereich Stromverbrauch erzielte die BLG Erfolge: Ein Austausch der Verdichter der Kälteanlage in Koblenz sowie die Umrüstung auf LED-Beleuchtung in Emmerich verringern die THG-Emissionen. Ökologische Maßnahmen, soziales Engagement und ein innovatives Projekt Ein innovatives Projekt am Standort Emmerich, bei dem die jährliche Inventur des Blocklagers mithilfe einer Drohne durchgeführt wird, konnte den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen für den Prozess um 95,97 Prozent senken. Die Ergebnisse sprechen für sich: Die relativen THG-Emissionen konnten im Zieljahr 2021 im Vergleich zum Basisjahr 2013 um 45,23 Prozent und im Vergleich zum Jahr 2018 um 21,08 Prozent reduziert werden. Neben diesen ökologischen Maßnahmen engagiert sich die BLG auch sozial. Seit 2012 unterstützt sie das UN World Food Programme (WFP) durch logistische Expertise und hat im Oktober 2022 eine Standby-Partnership-Vereinbarung getroffen. Zudem findet jährlich die Aktion "Schenk ein Lächeln" statt, bei der Mitarbeiter:innen gut erhaltenes Spielzeug, Bücher sowie Kleidung sammeln und an bedürftige Kinder verteilen. Diese Maßnahmen und Projekte verdeutlichen das hohe Engagement der BLG für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, das heute mit dem Lean and Green 2nd Star honoriert wurde. Pressefoto: Lean and Green Auszeichnung für die BLG Handelslogistik auf der Log 2025 in Köln. V.l.n.r.: Aljoscha Rix (GS1 Germany); Laura Otten, Danilo Georg, Vanessa Kreutz, Paul Freuchen und Dirk Ewers (BLG Handelslogistik); Ingo Wolters (GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Tassja Wagner Manager Corporate Communications Stolberger Straße 108 a, 50933 Köln Telefon: +49 170 7009027 E-Mail: tassja.wagner@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns