Veröffentlicht am 03.12.2012
Der neue Standard für den elektronischen Rechnungsaustausch ZUGFeRD soll künftig bundesweit die bestehenden EDI-Standards ergänzen und papierbasierte Prozesse ablösen. Das Konzept sieht vor, Rechnungen im PDF-Format zu versenden. Die Daten werden zusätzlich standardisiert im XML-Format im Dokument integriert und automatisch mit übertragen. Dadurch lassen sich Rechnungen einfacher elektronisch weiterverarbeiten und archivieren. Möglich macht diese Vorgehensweise unter anderem das neue Umsatzsteuergesetz. Es erleichtert vor allem kleinen und mittleren Unternehmen den Versand und den Empfang von Rechnungen auf elektronischem Weg. Ziel ist es, dass künftig jede Finanz- und Buchhaltungssoftware automatisch Rechnungen nach dem neuen Verfahren erzeugen kann. ZUGFeRD steht für Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland, basiert auf globalen und europäischen Empfehlungen und ist kompatibel mit dem GS1 System. Mitte November stellte Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, den neuen Standard für den elektronischen Rechnungsaustausch vor. ZUGFeRD wurde im Rahmen des Forums elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) unter anderem von GS1 Germany, der Automobilindustrie, dem Bankensektor, der Software-Industrie, DATEV, aber auch vom öffentlichen Sektor erarbeitet. „Der ZUGFeRD-Standard versetzt endlich auch kleinere Unternehmen in die Lage, von Papierrechnungen auf standardisierten, elektronischen Rechnungs-versand umzustellen. Nach aktuellen Schätzungen der Billentis Marktstudie 2012 werden jährlich in Europa etwa 16 Milliarden Rechnungen allein an Geschäftspartner und in den öffentlichen Sektor versendet. Lediglich 18 Prozent davon elektronisch. Wir sprechen hier also von enormen Kosteneinsparungen und einem wesentlichen Beitrag zu nachhaltigen Geschäftsprozessen“, erläutert Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. Das Unternehmen ist seit 35 Jahren Schnittstelle zwischen Handel und Industrie bei der Entwicklung und Umsetzung von EDI-Standards und hat diese Erfahrung im FeRD eingebracht. Pretzel weiter: „Künftig hat jeder Rechnungsempfänger vom Handwerker bis zum Konzern die Option, Daten elektronisch weiterzuverarbeiten.“ „ZUGFeRD ist ein echter End-to-End-Prozess, der sich einfach und für kleines Geld realisieren lässt“, so Werner Brinkkötter, Vice-Head of Bookkeeping bei der August Storck KG. „Wir haben uns eine zügige Integration vorgenommen. In einem ersten Schritt haben wir den Rechnungseingang per E-Mail bereits umgesetzt.“ Brinkkötter sieht genau wie Pretzel in ZUGFeRD einen Türöffner zum elektronischen Rechnungsaustausch für kleine und mittlere Unternehmen. So könnten fehlerbehaftete Medienbrüche vermieden werden. „Neben großen wirtschaftlichen Vorteilen bietet die neue Option auch ein Mehr an Sicherheit. Schwarzen Schafen wird es schwerer fallen, Empfängern gefälschte Rechnungen unterzuschieben“, so der EDI-Experte weiter. „Es geht hier schließlich um Geld.“ FeRD ist die nationale Plattform von Verbänden, Ministerien und Unternehmen zur Förderung der elektronischen Rechnung in Deutschland. Das Forum wurde unter dem Dach der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung (AWV) gegründet. GS1 Germany ist nicht nur national im FeRD vertreten. Die Plenumssitzung des FeRD benannte am 14. November einen Experten von GS1 Germany zu einem von vier Vertretern auf europäischer Ebene. Als Experte für E-Business-Standards wird er die deutschen Ergebnisse im Multistakeholder-Forum zu elektronischen Rechnungen der EU-Kommission einbringen. Weitere Information: www.ferd-net.de Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Steffi Kroll Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-437, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: kroll@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 05.09.2012
Wo zufriedene Verbraucher für mehr Umsatz sorgen, könnte Efficient Consumer Response der Grund sein. Im Jahr 2003 prämierte GS1 Germany erstmalig herausragende Beispiele effektiver Kundenansprache mit dem ECR Award. Seither markiert die Preisverleihung den Auftakt des ECR Tags, der größten Konferenz für innovative Strategien zur Verbraucherorientierung. „Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat sich der ECR Award zu einem wahren Trendbarometer der Konsumgüterwirtschaft entwickelt“, sagte Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany auf der ECR Award-Gala am Abend des 4. September. „Unternehmen, die hier überzeugen können, setzen Maßstäbe für mehr Verbraucherorientierung und Nachhaltigkeit. Sie geben Impulse für die gesamte Branche“, so Pretzel weiter. ECR Award Kategorie„Unternehmenskooperation Supply Side“ Der ECR Award 2012 in der Kategorie „Unternehmenskooperation Supply Side“ ging an Lekkerland und Kraft Foods Deutschland. Innerhalb kürzester Zeit haben die Partner in vertrauensvoller Zusammenarbeit ihre gesamte Logistik auf ein zukunftsweisendes, ökologisch wie ökonomisch optimiertes System umgestellt: Statt bisher 15 Regionallager beliefert Kraft Foods seit November 2011 deutschlandweit nur noch drei Cross-Docking-Lager von Lekkerland. Die Reduktion der Rampenkontakte um 90 Prozent, eine verbesserte Warenverfügbarkeit sowie die verringerte Verkehrsbelastung kommen nicht nur Kraft Foods und Lekkerland, sondern zugleich auch dem Kunden und der Umwelt zugute – eine ausgezeichnete „Win-for-four“-Situation. ECR Award Kategorie „Unternehmenskooperation Demand Side“ Der ECR Award für die beste Unternehmenskooperation Demand Side ging an gleich sieben Unternehmen: Bahlsen, CFP Brands Süßwarenhandel, Ferrero Deutschland, Schwarzkopf & Henkel, Henkel, The Lorenz Bahlsen Snack-World Germany und Edeka Minden-Hannover. Erreichtes Projektziel war die Implementierung partnerschaftlich entwickelter Category Management Projekte im selbstständigen Einzelhandel. Den Anfang machten die Kategorien Drogerie und Süßwaren. Mit messbarem Erfolg: Ertragssteigerung von 48 Prozent im Drogerie-Segment (seit 2009) und von 12,5 Prozent bei Süßwaren (seit 2011). Anerkennung von der Jury gab es für den klar strukturierten, zukunftsweisenden Ansatz, die Signalwirkung der Kooperation auf die gesamte Konsumgüterbranche sowie die überzeugende Rolloutfähigkeit des Konzepts. ECR Award Kategorie „Einzelunternehmen“ Für die entschlossene Umsetzung von ECR erhielt in diesem Jahr Procter & Gamble Deutschland den ECR Award in der Kategorie Einzelunternehmen. Der Konzern schöpft das Potenzial der vorhandenen Standards in der gesamten Wertschöpfungskette aus und gibt durch nachhaltige Innovationen wichtige Impulse für die Branche. Gemeinsam mit seinen Handelskunden formuliert P&G klare ECR-Ziele auf der Supply Side und Demand Side. Messen ließ sich das Unternehmen auch an ökologischen Kriterien. Im Rahmen seiner langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie strebt das Unternehmen etwa die Umstellung der Produktion auf erneuerbare Energien und weniger CO2-Emissionen an. ECR Award Kategorie „Unternehmenspersönlichkeit“ ECR-Unternehmenspersönlichkeit des Jahres 2012 ist Thomas Bruch. Als passionierter Einzelhändler, bekennender Teamplayer und Unternehmer mit klaren Werten führt Thomas Bruch die Globus Gruppe in der fünften Familiengeneration. Damit verkörpert er gleichsam das Wesen des Unternehmens: Seit mehr als 180 Jahren steht Globus für Beständigkeit, Mut zum Wandel und die ehrliche Anstrengung, seine Kunden immer wieder zu begeistern. Für sein Engagement und seinen Erfolg bei der Umsetzung moderner ECR-Strategien erhielt Thomas Bruch jetzt die Auszeichnung „ECR Unternehmenspersönlichkeit 2012“. Kein anderes Spitzentreffen von Industrie und Handel werfe ein derart fruchtbares Licht auf die Kooperationsbereitschaft und den Innovationsgeist aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette. Davon ist die 16-köpfige Jury auch in diesem Jahr überzeugt. Ihr gehören Persönlichkeiten aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft an. Der ECR Award sei die einzige Auszeichnung für unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in der Konsumgüterwirtschaft. Der Preis wird jährlich von GS1 Germany vergeben, exklusiver Kooperationspartner ist die Unternehmensberatung Kurt Salmon Germany. Aktuelle Bilder der Gewinner stehen unter www.ecraward.de/presse zum Download zur Verfügung. (Quelle: GS1 Germany) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Sandra Osweiler Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marketing + Kommunikation Maarweg 133, 50825 Köln Tel: 0221 94714-543, Fax: 0221 94714-591 E-Mail: osweiler@gs1-germany.de
Veröffentlicht am 29.08.2012
Zusätzliche Kundschaft und gesteigerte Kundenzufriedenheit: Das erzielten die Medicon-Apotheken in der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen durch die Umstrukturierung der Frei- und Sichtwahlsortimente. Die einzelnen Häuser verzeichneten einen Kundenzuwachs von bis zu 12,6 Prozent, der Zuwachs bei der Stammkundschaft betrug bis zu knapp 72 Prozent in einzelnen Filialen. Während sich der Umsatz auf dem Gesamtmarkt der deutschen Apotheken im vierten Quartal 2010 in der Freiwahl nur um 1 Prozent steigerte, stieg er nach der Umstrukturierung bei den drei Projektapotheken von Medicon um insgesamt 13,9 Prozent. „Von diesen Erfahrungen in den drei Test-Apotheken ausgehend, konnten wir die Umstellung in all unseren zwölf Häusern vornehmen“, sagt Verena Schielein von Medicon. Den Kunden- und Umsatzzuwachs erreichten die süddeutschen Medicon-Apotheken allein durch die Umgestaltung der Produktpräsentation. Sie bauen auf das Category Management (CM), ein Instrument mit dem Industrie und Handel gemeinsam Sortimente gestalten und in den Geschäftsräumen platzieren. CM kann die Kundenzufriedenheit steigern und bietet eine Profilierungsstrategie, um sich im Wettbewerb zu differenzieren. Herstellern hilft das Wissen um Feinheiten und Besonderheiten in alltäglichen Verkaufssituationen in der Apotheke, um Sortimente auf die Bedürfnisse der Kunden abzustimmen. „Wo früher die einzelnen Produkte ihrem Hersteller zugeordnet waren, sind sie nun in Kategorien unterteilt. So gibt es beispielsweise eine Kategorie für das gepflegte Bein“, erläutert Schielein. Unterstützung erhielt Medicon im Rahmen eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten PROZEUS-Projektes von zwei Kooperationspartnern: dem Hersteller Klosterfrau und GS1 Germany, bekannt durch Lösungen und Services rund um den Barcode. Die Klosterfrau Healthcare Group lieferte eine systematische Datenanalyse der Marktdaten, gab auf dieser Grundlage Platzierungsempfehlungen und berücksichtigte die Besonderheiten und strategische Ausrichtung der Medicon-Apotheken. GS1 Germany beriet die Projektpartner bei der Gestaltung der CM-Strategie auf Basis des CM 8-Schritte-Prozesses. Wie Hersteller und Apotheker dabei im Detail kooperieren und was für den Erfolg wichtig ist, schildern Klosterfrau und Medicon-Apotheken auf der Konferenz „Category Management in der Apotheke“. Sie findet statt am 14. November 2012 im GS1 Germany Knowledge Center, Köln. Apotheker und Hersteller lernen dort die Grundlagen eines erfolgreichen CM kennen, hören Praxisbeispiele und vertiefen das Gelernte in Übungen, bei denen sie Sortimente nach CM-Kriterien strukturieren.
Veröffentlicht am 27.08.2012
Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und GS1 Germany wollen gemeinsam die Sicherheit von Gefahrguttransporten auf Schiene und Straße erhöhen. Dazu werden in einem Anwendungsszenario Sensoren auf Gefahrgutbehältern und -verpackungen eingesetzt, die verschiedene Messwerte (wie Temperatur und Verkippung) des transportierten Gefahrguts erfassen und jederzeit übertragen können. Die Sensoren beinhalten einen RFID-Chip, der alle relevanten Daten im EPC-Standard (Elektronischer Produktcode) speichert. „Die EPC/RFID-Technologie macht es möglich, Gefahrgüter jederzeit eindeutig und berührungslos zu identifizieren. Gefahrguttransporte können lückenlos überwacht werden“, so Guido Linden von GS1 Germany. Würden bestimmte Grenzwerte überschritten oder Zusammenladeverbote missachtet, löst das Sensorsystem automatisch Warnmeldungen im Fahrzeugrechner und in der zentralen Gefahrgutdatenbank der BAM aus. Im Falle eines Unfalls stehen so schnellstmöglich umfassende Informationen über die geladenen Gefahrgüter zur Verfügung. „Trotz strenger gesetzlicher Regelungen kommt es zu Unfällen und Mängeln beim Transport und der Lagerung von Gefahrgütern. Neben menschlichem und technischem Versagen trägt auch die wachsende Anzahl an Gefahrguttransporten zu dieser kritischen Situation bei“, erläutert Matthias Bartholmai von der BAM die Hintergründe des Vorhabens. So sei die Frachtmenge der Gefahrgutbeförderungen im Straßenverkehr von 126 Millionen Tonnen im Jahr 2002 auf 171 Millionen Tonnen im Jahr 2008 angestiegen. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes ereigneten sich im Straßenverkehr in den letzten Jahren jeweils circa 300 schwere Unfälle, an denen Gefahrguttransporte beteiligt waren. BAM und GS1 Germany stellen das Anwendungsszenario einer EPC/RFID-Lösung für Gefahrguttransporte auf der Innotrans 2012 am Gemeinschaftsstand des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Halle 2.2, Stand 102, vor. Die Innotrans findet vom 18.-21. September 2012 in Berlin statt.
Veröffentlicht am 17.08.2012
2.000 Fragen zu Gift und Chemikalien in Konsumgütern stellten Verbraucher in den letzten zwei Monaten über einen neuen „Anfrage-Generator“ des Umweltbundesamtes (UBA). Über die Eingabe der Artikelnummer aus dem EAN-Barcode werden die Anfragen dabei direkt an Hersteller oder Händler weitergeleitet. Das standardisierte Auskunftsformular ermöglicht allen Beteiligten, die von der europäischen Chemikalienverordnung REACH gesetzlich geforderten Informationspflichten schneller und zielgerichteter zu bearbeiten. „Das Informationstool des UBA vereinfacht die REACH-Auskunftspflicht erheblich. Voraussetzung ist lediglich, dass die Produkte mit der globalen Artikelnummer GTIN und dem EAN-Barcode, wie im stationären Handel üblich, gekennzeichnet sind“, erklärt Frank Michel, Leiter Produkt und Corporate Compliance bei GS1 Germany. Die Anfragen würden dann über die weltweite Datenbank Gepir, betrieben von den GS1-Organisationen, direkt an den Hersteller weitergeleitet. In Gepir sind sämtliche Hersteller weltweit registriert, die am System des EAN-Barcodes teilnehmen. Stellen Verbraucher über diesen Weg eine Frage zu bedenklichen Inhaltsstoffen, erhalten sie Informationen aus erster Hand vom Hersteller und können somit sichergehen, dass diese auch verlässlich sind. „Wir sprechen hier von Trusted Data, da Verbraucher die Informationen direkt vom Hersteller oder Inverkehrbringer bekommen“, so Michel weiter. Das Online-Tool wende sich an Produktverantwortliche, die damit Prozesse rund um die REACH-Auskunftspflicht erheblich schlanker gestalten könnten. Als die Chemikalie Bisphenol A, die häufig in Babyfläschchen verwendet wurde, negative Schlagzeilen machte, nahmen viele Anbieter diese Fläschchen aus dem Markt. Das Gift wirkt ähnlich wie Östrogen und kann unter anderem das Gehirn von Kleinkindern schädigen und die Fruchtbarkeit von Männern beeinträchtigen. Dies ist nur ein Beispiel von Chemikalien, die immer wieder zu Verunsicherungen seitens der Verbraucher führen. Mit der europäischen Chemikalienverordnung REACH wurden Hersteller vor fünf Jahren verpflichtet, Verbrauchern innerhalb von 45 Tagen auf Anfrage Auskunft über Chemikalien in Konsumgütern zu erteilen. In der Regel wenden sich Konsumenten mit ihren Anfragen jedoch zunächst an den Händler, wo das Produkt gekauft wurde. Folglich waren die Antwortzeiten extrem lang oder es wurden zum Teil aus Unwissenheit falsche Auskünfte erteilt. „Gerade für Versandhandelsunternehmen, die ein großes Spektrum an verschiedenen Produkten haben, ist die Überwachung von zulässigen Höchstmengen je Stoff und Wirtschaftseinheit pro Jahr eine große Herausforderung“, bestätigt Katrin Triebel, Leiterin des Netzwerks Nachhaltigkeit beim Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh). Das Internetportal www.reach-info.de wurde gemeinsam mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und mit Unterstützung von GS1 Germany und SA2 Worldsync entwickelt. GS1 Germany informiert auf der Messe für Multichannel-Handel Neocom am 26. und 27. September 2012 in Wiesbaden über die Vorteile des EAN-Barcodes im Online- und Versandhandel.
Veröffentlicht am 13.08.2012
Kundenbindung durch direkte, zielgerichtete Kundenkommunikation wird für die Zukunft immer wichtiger. Für maximale Kundenorientierung sorgen digitale, personalisierte Coupons (eCoupons): Dieses innovative Konzept setzt die Metro-Tochter Real,- derzeit in allen deutschen Filialen um. „Unsere Kunden können ihre Punkte jetzt nicht nur schneller und direkter sammeln, sie können sich außerdem über auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Payback Coupons freuen,“ erläutert Bernd Hasenbank, Head of Point of Sale Solutions bei der Real,- Group das neue Plus an Kundenorientierung. Die technischen Anforderungen hinter diesem Projekt mit dem Real,- internen Projektnamen „Value Voucher Validation“ oder kurz 3V, sind die automatische und sehr schnelle Verarbeitung der eCoupons, um die sich daraus ergebenden Marketingpotenziale hinsichtlich Kundenfreundlichkeit und Aktualität von Werbekampagnen erschließen zu können. Kernstück der innovativen Lösung ist, dass jeder eCoupon mit einem EPC (Electronic Product Code) individuell identifiziert wird und alle von der Aktivierung bis zur Einlösung des eCoupons entstehenden Ereignisdaten mit dem modernen GS1-Standard EPCIS (EPC Information Services) ausgetauscht werden. Durch die digitale Übertragung der Coupondaten zwischen Kasse und Payback ohne manuelle Eingaben durch die Kassierer sind diese Informationen extrem schnell verfügbar und der Checkout Prozess wird nicht beeinflusst. Außerdem eröffnen sich Möglichkeiten für ein kundenindividuelles Marketing, das gleichzeitig hilft, große Papiermengen zu sparen. Die eCoupons aktiviert der Kunde entweder im Online-Portal oder mit seiner App von Payback – an der Kasse reicht es weiterhin, nur die Payback Karte vorzuzeigen. In einem vor dem Rollout durchgeführten Belastungstest wurden Millionen von Coupons in kürzester Zeit „eingelöst“. So konnten sich die beteiligten Unternehmen von der extrem starken Performance des Systems überzeu-gen. „Wir haben diese Couponing-Lösung zusammen mit Payback auf Herz und Nieren geprüft. Diese Lösung wird sich in der Praxis bewähren und schnell vom Kunden akzeptiert werden“, ist Bernd Hasenbank überzeugt. „Der Ansatz ist außerdem bedeutend kostengünstiger als alternative Systeme, da etablierte Standards wie EPC und EPCIS zum Einsatz kommen“, ergänzt Ralph Tröger, Projektmanager bei GS1 Germany. Das Projekt ist schon jetzt so erfolgreich, dass Metro bereits über den nächsten Schritt nachdenkt, wie etwa ein mögliches Management aller Leergut-Bons über EPCIS. Mehr zu diesem Projekt erfahren interessierte Unternehmen auf dem ECR Tag von GS1 Germany im Fachforum Mobile Commerce am 6. September 2012 in Wiesbaden: http://www.ecrtag.gs1-germany.de/ .
Veröffentlicht am 01.08.2012
Dreh- und Angelpunkt beim Barcode (Strichcode) ist die Erstleserate. Lässt sich der Code nicht unmittelbar – oder überhaupt nicht – an der Kasse lesen, gerät der Bezahlvorgang ins Stocken. GS1 Germany, bekannt durch Standards und Dienstleistungen rund um den EAN-Barcode, bietet daher jetzt einen neuen Rundum-Service zur Strichcode-Erzeugung an. Der Service wendet sich an Unternehmen, die sich keine teure und komplizierte Software für den Barcode-Druck anschaffen wollen. Anwender können ihre GTIN-Artikelnummern online oder über ein Bestellformular an GS1 Germany übermitteln und erhalten innerhalb von 24 Stunden die digitale Strichcode-Datei. Diese kann direkt grafisch in das Produkt- oder Verpackungslayout eingebunden werden. Wenn der Barcode erst nach der Produktion auf der Verpackung angebracht werden soll, druckt GS1 Germany auf Wunsch auch selbstklebende Etiketten, die alle Anforderungen an die Qualität erfüllen. „Um Barcodes zuverlässig lesen zu können, muss die Qualität stimmen“, erläu-tert Mercedes Schulze, Barcode-Expertin von GS1 Germany. „Die richtige Größe der Abbildung spielt dabei genauso eine Rolle wie Strichbreiten, Kontraste, Farbe oder Platzierung auf dem Artikel.“ So seien beispielsweise rote Strichcodes oder Codes, die keinen weißen Rand haben, nicht lesbar. „Viele Unternehmen, die erstmals Produkte in den Markt bringen, riskieren, schnell wieder ausgelistet zu werden, weil ihre EAN-Barcodes nicht gelesen werden können“, so Schulze weiter. Der EAN-Barcode-Standard wurde unter anderem durch GS1 Germany entwickelt und feiert in diesem Jahr in Deutschland seinen 35. Geburtstag. Der neue Etikettenservice ermöglicht auch kleinen Unternehmen, die Anforderungen des Handels an die Leserate von Barcodes beim ersten Anlauf zu erfüllen. Weitere Informationen hier .
Veröffentlicht am 26.07.2012
Das größte Potenzial für mehr Effizienz durch den Einsatz von GS1-Standards sehen 82 Prozent der befragten Krankenhäuser in der Bestellung per elektronischem Datenaustausch (EDI). Es folgen der Wareneingang mit 69 Prozent und die Warenentnahme auf der Station mit 63 Prozent. Das ergab eine aktuelle Umfrage von Wegweiser Research & Strategy. Sie untersuchte, wie sich die Krankenhäuser strategisch für die Zukunft aufstellen, welche Schlussfolgerungen hieraus für die Beschaffung und Logistik gezogen werden können und welche Investitionen 2012/2013 konkret anstehen. An der Umfrage beteiligten sich Leiter und Mitarbeiter aus den Bereichen Einkauf und Logistik sowie Verwaltungsdirektoren aus insgesamt 358 Krankenhäusern in Deutschland. Die Befragung ergab aber auch, dass mit 72 Prozent knapp drei Viertel der Befragten in den Krankenhäusern derzeit keine Standards, wie GLN oder GTIN, verwenden. „Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Hauptsächlich scheuen die meisten Häuser den Aufwand der Umsetzung“, weiß Sylvia Reingardt, Branchenmanagerin Gesundheitswesen bei GS1 Germany. „Die Praxis zeigt aber, dass sich die Kosten dafür schnell amortisieren. Das Thema Umsetzung und Nutzen der GS1-Standards ist daher auch der Schwerpunkt der diesjährigen Healthcare live! am 25. und 26. September in Düsseldorf“, so Reingardt weiter. Auf der Konferenz treffen sich Vertreter aus Krankenhäusern, von Herstellern pharmazeutischer und medizintechnischer Produkte sowie des medizinischen Fach- und Großhandels. Sie demonstrieren an Beispielen aus der Praxis die Einführung der GS1-Standards, erläutern die bewältigten Hürden und erzielten Erfolge, wie beispielsweise eine effizientere Beschaffung und leichtere Abrechnung mit den Krankenkassen. Die Healthcare live! ist zu Gast beim Universitätsklinikum Düsseldorf. Die Teilnehmer können hier das neu gebaute Zentrum für Operative Medizin erleben und Einblicke in die Modulschrankversorgung gewinnen. Das Klinikum führt zudem als weiteres live-Element auf der Konferenz die automatische Wagentransportanlage vor. Weitere Informationen unter www.gs1-germany.de.
Veröffentlicht am 24.07.2012
Die globale Organisation GS1, in Deutschland repräsentiert durch GS1 Germany, hat einen neuen globalen Product Recall Standard veröffentlicht. Die Anwendungsempfehlung macht rechtssichere Produktrückrufe möglich. Der neue Standard unterstützt alle Beteiligten der Wertschöpfungskette dabei, Prozesse zum Produktrückruf effizient umzusetzen. Der Standard definiert, standardisiert und harmonisiert die Produktinformationen, die zwischen Geschäftspartnern und mit Behörden im Falle eines Rückrufs ausgetauscht werden sollten. Der Product Recall Standard ist Teil der GS1-Lösungen für Produktsicherheit und Verbraucherschutz. Er ergänzt die bestehenden Empfehlungen zum Tracking und Tracing, die es Unternehmen ermöglichen, die rechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Der Standard wurde weltweit in landesspezifische Rückrufplattformen eingebunden, wie das Recallnet in Australien oder der geplante Product Recall Service von GS1 Germany. Produktsicherheit und Verbraucherschutz in der Wertschöpfungskette sicherzustellen, wird für Unternehmen mehr und mehr zu einer Herausforderung. Mit dem zunehmenden globalen Lebensmittelhandel hat die Nahrungsmittelsicherheit einen immer stärkeren Einfluss auf die Gesundheit von Verbrauchern. Laut einer Studie der US-Gesundheitsbehörde USCDC (United States Centre for Disease Control) gab es in 2010 in den USA 48 Millionen Krankheitsfälle, die auf den Verzehr von Lebensmitteln zurückgeführt werden konnten. 150.000 davon mussten stationär behandelt werden, 3.000 Fälle führten sogar zum Tod. „Ein effektiver Produktrückruf ist komplex, muss vielfältige rechtliche Bestimmungen erfüllen und betrifft immer mehrere Geschäftspartner in der Versorgungskette. Einen standardisierten global gültigen Prozess hierfür zu haben, ermöglicht uns, zeitnah zu reagieren und Rückrufe gezielter durchzuführen. Letztlich profitiert auch die Gesundheit der Konsumenten“, erläutert ein Sprecher der Handelskette Woolworth in Australien. Marcus Oliver Held, Quality Assurance Leader bei Procter & Gamble stimmt dem zu: „Viele Handelspartner arbeiten in sehr unterschiedlichen Systemwelten. Der geplante Product Recall Service von GS1 Germany schafft es, den Warenrückruf einheitlich mit nur einer gemeinsamen Lösung an alle Händler und Zwischenhändler zu kommunizieren.“ „Darüber hinaus bietet der Service Rückrufdaten in Echtzeit an und kann somit alle Beteiligten sekundenschnell auf den aktuellen Informationsstand bringen“, ergänzt Mark Zeller, Projektleiter Product Recall Service bei GS1 Germany. Der Product Recall Standard ist in allen Branchen, die GS1-Standards nutzen, einsatzfähig und kann von Unternehmen aller Größen genutzt werden. Weitere Informationen unter www.gs1-germany.de und www.gs1.org .
Veröffentlicht am 17.07.2012
Das European EPC Competence Center (EECC) untersucht jedes Jahr die am Markt verfügbaren UHF Transponder auf Herz und Nieren. Ziel dieser aufwendigen Messkampagne ist es herauszufinden, welcher Transponder für welche Anwendung am besten geeignet ist – mehr noch, die Grenzen der technischen Möglichkeiten auszuloten und neue Anwendungen zu ermöglichen. Dazu haben die EECC Ingenieure sich seit letztem Sommer viel vorgenommen. Fast 200 Transponder wurden aus allen Richtungen, bei allen Frequenzen und unter Berücksichtigung vieler beeinflussenden Effekte vermessen. Besonders große Auswirkung hat für die passiven RF-Bauteile die funktechnische Umgebung. Das EECC hat dafür in den vergangenen Jahren Messmethoden entwickelt, um den Einfluss der funktechnischen Umgebung mittels Referenzmaterialien zu messen und für beliebige Untergründe zu modellieren. Somit kann die Leistungsfähigkeit der Transponder auf beliebigen Anbringungsorten gewährleistet werden. Werden viele Transponder im Pulk gelesen, beeinflussen auch diese sich gegenseitig. Auch hierzu wurden sehr aufwendige Testverfahren entwickelt, um diesen Effekt aus allen Lesewinkeln zu quantifizieren. Beide Einflüsse verändern die mögliche Lesereichweite zwischen Transponder und Reader (Lesestation). Die Transponderindustrie versucht nun diesen einschränkenden Einflüssen entgegenzuwirken. Durch neue empfindlichere Chips und ausgetüftelte Antennendesigns schrauben sie die Lesereichweite jedes Jahr höher. Wo wir heute stehen, was möglich ist und was noch nicht, diesen Überblick gibt nun die mit Spannung erwartete 200seitige Studie in 2 Teilen. Das englischsprachige Tutorial erklärt die Zusammenhänge und die Messaufbauten in Teil 1, die Ergebnisse selbst werden in Teil 2 auf 150 Seiten präsentiert. Die Ergebnisse sind Aufsehen erregend: Viele Tags mit den Chips der neuesten Generation sind so sensitiv geworden, dass sie auch aus großen Reichweiten gepowert werden können, weil sie schon mit sehr wenig Energie arbeiten können. Andererseits antworten einige nun auch leiser. Im Ergebnis werden – je nach funktechnischer Umgebung- viele Transponder aufgrund Ihrer zu leisen Antwort „backlink limited“, d.h. sie können vom Empfänger nicht gehört werden. Die Studie löst aber auch auf, wie dieses Problem gelöst werden kann: Die „hörenden“ Lesegeräte -die Reader- müssen empfindlicher werden. In einer eigens dafür entwickelten Darstellung wird modelliert, wie empfindlich die Reader sein müssen, damit dieser Effekt nicht limitierend wirkt. Diese Reader bereits verfügbar. Die Sensitivitätsgrenzen unterschiedlicher Reader sind in die Graphen eingeblendet, so dass leicht ersichtlich ist, dass nur die darüber liegenden Transponder gehört werden können, die darunter liegenden nicht. Dies geschieht für jeden Transponder, für jede Frequenz und Referenzmaterial. „Das EECC ermöglicht weltweit zum ersten mal die sehr komplexen Zusammenhänge zwischen Transponder und Reader so einfach zu beobachten“ erklärt Conrad von Bonin, Geschäftsführer des EECC „und wir sind selbst sehr überrascht gewesen, wie häufig dieser Effekt auftritt.“ „Für den täglichen Einsatz mit durchschnittlichen mobilen Handgeräten tritt dieser Effekt sogar fast immer auf – die Branche wird hier lernen müssen umzudenken“ ist sich Coautor Oliver Teschl, verantwortlich für Tagevaluierung bei der Metro Systems GmbH, sicher. Wie schnell die Branche technische Lücken schließen kann, zeigt ein anderes Ergebnis der Studie, die den Proximity-Effekt betreffen. Proximity Bedingungen treten auf, wenn die Transponder sich sehr dicht gepackt negativ beeinflussen. Vor einem Jahr gab es nur einen Transponder, der in der Lage war unter Proximity-Bedingungen noch Lesereichweiten von 4m zu erzielen. Dieses Jahr sind es bereits 7 Transponder. Und die Tatsache, dass diese 7 Transponder von 6 verschiedenen Herstellern kommen, zeigt die Dynamik der Branche. Die Studie eröffnet noch viele weitere Erkenntnisse und sämtliche zeichnen die rasante Entwicklung der UHF-RFID Technik nach. Dies gilt insbesondere auch für die Kategorie der Transponder für Anwendungen auf Metall. Die Anzahl dieser On-Metal Transponder hat sich bislang jedes Jahr auf z.Zt. 86 verdoppelt. Die in der Studie ermittelten Kennzahlen ermöglichen gänzlich neue Einsatzgebiete, die bislang undenkbar waren. So gibt es erstmalig einen On-Metal Transponder, der über 20m Reichweite schafft. Daneben gibt es aber auch bis dato unvorstellbar kleine <6mm oder flache 0,6mm On-Metal Transponder. Vom Taggen eines Güterwagon bis zum Taggen einer Pinzette kann die Studie also immer die aktuell beste Transponderlösung aufzeigen. Die neue UTPS 2012/2013 ist für Neukunden ab sofort als Printmedium für 495,-€/Jahr im 5-Jahresabonnement oder 995,-€ als Einzelexemplar erhältlich. Zum EECC Das European EPC Competence Center wurde als erstes europäisches Testlabor im September 2005 von EPCglobal als „EPCglobal Performance Test Center“ zertifiziert. Mit der jährlich erscheinenden Benchmark Studie „UHF Tag Performance Survey (UTPS)“ hat das EECC seit 2007 den weltweiten Standard in der Transpondermessung gesetzt. Das EECC vermittelt im Rahmen der EECC RFID Academy in Zusammenarbeit mit dem Auto ID Lab St Gallen/ETH Zürich und der RWTH International University aktuelles RFID-Know-How und setzt mit der hauseigenen Beratung komplexe RFID Projekte um. Seit 2008 zertifiziert das EECC die Performance von RFID Hardware und führte als erstes Labor materialabhängige Modellierungen bei der Transponderauswahl ein. Seit 2009 widmet sich ein eigenes Kapitel der UTPS zusätzlich den On Metal Transpondern und seit 2010 führt das EECC als erstes Labor Proximity-Messungen für jeden Transponder durch. Seit 2011 können sich Hersteller Ihre Tags für bestimmte Anwendungen zertifizieren lassen. Das Ziel der Dienstleistungen des EECC ist immer: Erfolgreiche RFID-Projekte. GS1 Germany, die Deutsche Post World Net und die METRO Group haben das EECC gegründet mit dem Ziel, die RFID-Technologie und den Elektronischen Produkt-Code (EPC) als internationalen, branchenübergreifenden Standard in Europa zu etablieren. Kontakt: European EPC Competence Center GmbH Conrad von Bonin Mainstrasse 113 – 119 41469 Neuss Tel.: +49 (0) 211 969 555 3 E-Mail: vonbonin@eecc.info Urlaubsvertretung: 14.7 – 25.7.2012: Thomas Holtstiege Tel.: +49 (0) 211 969 555 1 E-Mail: holtstiege@eecc.info http://www.eecc.info