Der DPP wird zur Pflicht: Was Unternehmen jetzt tun müssen, wie der Einstieg gelingt & welche Rolle Standards spielen sagt GS1 Experte Alexander König
Onlinehandel im Wandel: Warum Multichannel-Strategien wichtiger denn je sind. Michael Atug über Marktplätze, Onlineshops und E-Commerce-Trends.
Interview von GS1 Germany mit Mark Tomaszewski, Co-Founder & Managing Partner, über Marktplätze, Technologien und Visionen im E-Commerce.
Warum lebendige Communitys Markenloyalität neu formen: Dorothee Ebert (KPMG) erklärt, wie Zugehörigkeit, Austausch & Purpose den Handel der Zukunft prägen.
Success Story: Wepa nutzt GS1 Digital Link und QR-Code, um Nachhaltigkeitsinfos, Marketing und Produktdaten direkt auf Verpackungen bereitzustellen.
Im Interview erklärt: Wie Cloud4Log (C4L) den digitalen Lieferschein zur Branchenlösung macht: mit Echtzeit-Daten und standardisierten Schnittstellen
Wie zuverlässige Lieferketten und Fraud Management das Kundenerlebnis im Handel sichern: Michael Jaschek (MediaMarktSaturn) im Interview.
Wie nachhaltige Fleischverpackungen, PPWR und digitale Lösungen die Branche verändern – Interview mit Südpack zu Trends, Standards und Innovationen.
Veröffentlicht am 14.09.2026
GS1 Germany hat zum 23. Mal den Efficient Consumer Response Award, kurz ECR Award, verliehen . Die Auszeichnung ging an drei unternehmensübergreifende Projekte, in denen Partner aus Industrie, Handel und Dienstleistung ihre Kompetenzen zusammenbringen und gemeinsam konkrete Lösungen entwickeln. Die Gewinnerteams zeigen, wie aus partnerschaftlicher Zusammenarbeit praxiserprobte Ansätze entstehen, die sich skalieren lassen und an verschiedenen Touchpoints der Shopper Journey spürbare Wirkung im Markt entfalten. Der Preisvergabe ging ein mehrstufiges Auswahlverfahren voraus. Nach der Bewertung der eingereichten Projekte präsentierten jeweils drei Finalisten ihre Konzepte in Live-Pitches vor der Jury. Im Anschluss an die Präsentationen und Beratungen bestimmte die Jury die Gewinnerteams jeder Kategorie. Alle ausgezeichneten Projekte verbindet, dass die Beteiligten ihr Wissen teilen, neue Ansätze gemeinsam entwickeln und konsequent umsetzen. ECR Collaboration Excellence Award: Die Kassenzone neu gedacht Mit dem „European NextGen Checkout Projekt“ reagieren die REWE Group und Mars auf den wachsenden Anteil von Selbstbedienungskassen und die damit verbundenen Veränderungen in Funktion und Gestaltung der Kassenzone . Self-Checkout kann Wartezeiten verkürzen und den Bezahlprozess komfortabler machen. Gleichzeitig verändert sich die Aufmerksamkeit für klassische Impulsangebote. Seit mehr als zwei Jahren entwickeln beide Unternehmen deshalb gemeinsam Lösungen, die die Kassenzone stärker an den Bedürfnissen der Shopper:innen ausrichten und als zeitgemäßen, attraktiven Bestandteil des Einkaufserlebnisses weiterentwickeln. Das Projekt verbindet kurzfristig umsetzbare Verbesserungen mit einer langfristigen, datenbasierten Neugestaltung. In acht Ländern und fünf Vertriebsformaten wurden bislang mehr als 7.000 Impulsmodule installiert und über 2.500 Kassenzonen optimiert. In Pilotmärkten fließen Transaktionsdaten und Erkenntnisse zu Wartezeiten und Laufwegen in die Planung ein . Auf dieser Grundlage werden Sortimente und Platzierungen angepasst sowie Warenträger und Kassentypen neu aufeinander abgestimmt. Die Jury würdigte insbesondere den Umfang und die internationale Dimension des Projekts. Darüber hinaus sah sie Potenzial, den gemeinsam entwickelten Ansatz auf weitere Kategorien zu übertragen. ECR Innovation Excellence Award: Vernetzte Shopper-Aktivierung Mit dem Projekt „360° Integrated Activation – Die Evolution des Meal Deals“ greifen Kaufland und Coca-Cola die etablierte Idee des Meal Deals auf und entwickeln sie datenbasiert weiter . Um echte Relevanz zu schaffen, wird auf eine profilbasierte Steuerung mittels hyper-targeted, hyper-localized und hyper-connected gesetzt. Am Beispiel der Kombination aus Tiefkühlpizza und Softdrinks sollen relevante Zielgruppen vor, während und nach dem Einkauf gezielter erreicht und die Wirkung der einzelnen Kontaktpunkte messbar gemacht werden. Auf Basis der First-Party-Data der Kaufland-Xtra-Card werden Shopperprofile identifiziert und entlang einer lückenlos geführten Journey aktiviert. Für die Pilotphase wurden rund 1,5 Millionen Softdrink- und Pizza-Shopper:innen in 169 Fokus-Stores mit hohem Convenience-Anteil angesteuert . Gezielte Social-Media-Ansprache, Angebote in der App, Out-of-Home-Kommunikation, digitale Screens und Produktplatzierungen im Markt werden entlang der gesamten Shopper Journey aufeinander abgestimmt. Durch das transparente Performance-Tracking am Kassenbon schließt sich der Datenkreis direkt am Point of Sale. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in künftige Aktivierungen einfließen und den Ansatz auf zusätzliche Produktkombinationen, Kategorien und Märkte übertragbar machen . Die Jury sah die besondere Stärke in der erfolgreichen Weiterentwicklung und praktischen Umsetzung einer etablierten Mechanik. Zudem überzeugten der Live-Pitch und die aufgezeigten Möglichkeiten für weitere Produktkombinationen. ECR Sustainability Excellence Award: Mehrwegsystem für Kosmetik Mit dem Projekt „zerooo – Das Mehrwegsystem für Drogerie und Kosmetik“ bauen SEA ME und Müller sowi Budni gemeinsam mit beteiligten Marken einen branchenoffenen Mehrwegkreislauf für Pflege-, Kosmetik- und Haushaltsprodukte auf . Konsument:innen erwerben die Produkte in wiederverwendbaren Pfandgebinden und geben sie nach Gebrauch an der Kasse, am Pfandautomaten oder über Lieferdienste zurück. zerooo übernimmt anschließend die Rückführung, Sortierung, Reinigung und erneute Bereitstellung. Ziel ist ein System, das für Marken und Handel praktikabel ist und Mehrweg unkompliziert in bestehende Einkaufsroutinen integriert. Bis zu 500.000 Gebinde zirkulieren bereits über ein Netzwerk von knapp 1.000 Verkaufs- und Rückgabepunkten in Deutschland und Österreich . Jede PET-Mehrwegflasche wird mit einem Global Returnable Asset Identifier (GRAI) eindeutig gekennzeichnet. So lassen sich Umläufe und Reinigungsstatus der Gebinde nachvollziehen. Eine von der Technischen Universität Hamburg erstellte und unabhängig geprüfte Ökobilanz weist gegenüber vergleichbaren Einwegverpackungen ungefähr 40 Prozent weniger CO₂-Emissionen und einen um etwa 40 Prozent geringeren Verbrauch fossiler Ressourcen aus . In einem engen Bewerberfeld waren für die Jury vor allem der hohe Reifegrad und die Skalierbarkeit des Systems ausschlaggebend. Auch der überzeugende Live-Pitch trug zur Entscheidung bei. Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Stefan Schütz Corporate Communications Maarweg 133, 50825 Köln Telefon: 0221 94714-524 E-Mail: stefan.schuetz@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns
Veröffentlicht am 16.06.2026
Wachsender Nachhaltigkeitsanspruch und eine hohe Komplexität im Aktionsgeschäft stellen Industrie und Handel vor Herausforderungen. Mit der Veröffentlichung einer Anwendungsempfehlung für permanente Displays schafft GS1 Germany nun den Rahmen für eine nachhaltigere und effizientere Gestaltung des Aktionsgeschäfts im Konsumgütersektor. Die gemeinsam mit führenden Unternehmen aus Industrie und Handel entwickelte Empfehlung definiert erstmals einheitliche Anforderungen und unterstützt damit den skalierbaren Einsatz permanenter Displaylösungen im Markt. Diese basieren auf einem klaren Prinzip: Der stabile Grundaufbau verbleibt dauerhaft im Markt, während für wechselnde Promotions lediglich vorkonfektionierte Warenlagen oder modulare Einsätze ausgetauscht werden. Im Vergleich zu klassischen Einweg-Displays lassen sich so Materialverbrauch, Transportvolumen und Handlingaufwand deutlich reduzieren . Was bislang in Pilotprojekten erfolgreich erprobt wurde, erhält mit der neuen Anwendungsempfehlung nun einen übergreifenden, branchenweit anwendbaren Rahmen. „Nachhaltige Lösungen entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn sie standardisiert und damit breit skalierbar sind“, erklärt Matthias Haubenreißer, Senior Manager Competence Center Mehrweg Transportverpackungen bei GS1 Germany. „Mit der Anwendungsempfehlung für permanente Displays schaffen wir eine einheitliche Grundlage, die Industrie, Handel und Displayhersteller gleichermaßen nutzen können. Das reduziert Komplexität, erhöht Investitionssicherheit und unterstützt die Ressourcenschonung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ Das Thema permanente Displays wurde bereits 2024 im Rahmen des GS1 Germany ECR Awards in der Kategorie „Sustainable Excellence“ ausgezeichnet – eine Auszeichnung, die die hohe Relevanz des Konzepts für die gesamte Branche unterstreicht. Beteiligt waren unter anderem Rossmann, Beiersdorf, Procter & Gamble und Unilever. Aufbauend auf diesen Praxiserfahrungen hat GS1 Germany gemeinsam mit Projektpartnern konkrete Spezifikationen erarbeitet. „Der Erfolg dieses Projekts basiert auf echter Zusammenarbeit und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Entscheidend ist auch, dass wir flexibel auf unterschiedliche Einflussgrößen reagieren und jeweils die passende Methodik wählen. So verbinden wir Innovationskraft mit Umsetzungsstärke und schaffen nachhaltigen Mehrwert für die Branche“, erklärt Calvin Hegger, Senior Manager Value + Excellence Hub bei GS1 Germany. Die Anwendungsempfehlung beschreibt einheitliche Grundmaße und modulare Aufbauprinzipien, definiert Anforderungen an Stabilität und Wiederverwendbarkeit und gibt Leitlinien zur optimalen Paletten- und Flächennutzung sowie zu abgestimmten logistischen Prozessen zwischen Industrie und Handel. Durch diese Harmonisierung wird das Aktionsgeschäft, das bislang häufig als individuelle Sonderlösung umgesetzt wurde, in einen planbaren und effizient skalierbaren Prozess überführt. Gleichzeitig leistet der Ansatz einen konkreten Beitrag zur Reduktion von Verpackungsabfällen und Transportaufkommen . Unternehmen profitieren von höherer Planbarkeit in der Supply Chain sowie reduzierten Prozesskosten und verbinden damit ökologische Zielsetzungen mit wirtschaftlicher Effizienz. Luca Borg, Advanced Logistics Expert Process Design bei Dirk Rossmann GmbH: „Für den Handel bedeutet der Standard vor allem Vereinfachung und Kostenersparnis. Permanente Displays lassen sich deutlich effizienter in bestehende Prozesse integrieren, wenn Maße, Module und logistische Abläufe klar definiert sind.“ Als neutrale Plattform bringt GS1 Germany Industrie, Handel und weitere Marktteilnehmer zusammen, um praxistaugliche Standards zu entwickeln und in die Umsetzung zu überführen. Mit dem erfolgreichen Abschluss der ersten Projektphase ist bereits die nächste Entwicklungsstufe in Vorbereitung: In der zweiten Phase werden die Themen Nachhaltigkeit und Effizienz gezielt weiterentwickelt, um den Nutzen permanenter Displays für Industrie und Handel weiter zu steigern. Die Anwendungsempfehlung steht hier kostenfrei zur Verfügung. Pressefoto: Permanente Displays im Handel. (Quelle: Dirk Rossmann GmbH) Pressekontakt: GS1 Germany GmbH Marie Euler Corporate Communications Stolberger Str. 108 a, 50933 Köln Tel: +49 170 7009027 E-Mail: marie.euler@gs1.de www.gs1.de/newsroom www.gs1.de/ueberuns