GS1 Gremienprojekte

Marktteilnehmer und GS1-Experten arbeiten in Gremien gemeinsam an der Optimierung der Wertschöpfungskette

Die inhaltliche Basis bilden die GS1 Standards und Anwendungsempfehlungen, die gemeinsam mit Fachleuten entwickelt und umgesetzt werden. Dazu bringt GS1 Germany die interessierten und betroffenen Marktteilnehmer sowie die GS1 Germany Experten für die Identifikations-, Kommunikations- und Prozessstandards zusammen und entwickelt mit dieser ganzheitlichen, prozessorientierten Betrachtungsweise Lösungen für die konkreten Anforderungen der Märkte.

Neue GS1 Germany Projekte – Aufruf zur Beteiligung

Die GS1 Germany Entscheidergruppe hat die Freigabe zum Start der nachfolgenden Projekte erteilt. Eine Beteiligung an den Projekten ist für alle in ihren wirtschaftlichen Interessen unmittelbar oder mittelbar berührten Wirtschaftskreisen ab sofort möglich.

Laufende GS1 Germany Gremienprojekte

Beschreibung:

Im Rahmen des Projekts wird eine branchenunabhängige Neuauflage des Leitfadens aus 2014 erarbeitet. Dazu wird eine recherchebasierte Ist-Analyse zur Feststellung des Verbraucherverständnisses und eine Studie zur Identifikation relevanter, verbraucherorientierter Anforderungen durchgeführt. Darauf aufbauend wird der bestehende Leitfaden mit den Studienergebnissen abgeglichen & unter gezielter, punktueller Einbindung relevanter Stakeholder, eine Überarbeitung vorgenommen. Parallel dazu, wird ein visuell ansprechendes Ergebnisdokument erstellt, sowie ein Verbreitungskonzept inkl. Maßnahmenableitung für verschiedene Kommunikationskanäle erarbeitet.

Ziel:

  • IST-Analyse zur Feststellung des Verbraucherverständnisses & Identifikation relevanter, verbraucherorientierter Anforderungen an die nachhaltige Produktkommunikation
  • Erstellung einer branchenunabhängigen Neuauflage des B2B-Leitfadens 2.0
  • Aktualisierung bzgl. Nutzbarkeit & Design des Leitfadens
  • Erarbeitung eines Verbreitungs- & Kommunikationskonzeptes

Projektleiterin:

Joanna Behrend, +49 221 94714 408joanna.behrend @ gs1.de

Beschreibung:

Digitaler Lieferschein ist ein Kooperationsprojekt zwischen BVL.digital und GS1 Germany. Im nationalen Warenverkehr übernimmt der Lieferschein häufig die Funktion des Frachtbriefes weil dieser nicht zwingend erforderlich ist und damit die Quittungsfunktion im Transportvertragsverhältnis zwischen Industrie und Spediteur. Damit wird der Lieferschein für den TDL relevant zur Dokumentation zur Beendigung des Haftungszeitraums der Gewährshaftung und relevant zur Dokumentation zur Erfüllung seines Frachtauftrags.
Die Projektdurchführung zielt darauf ab eine Anwendungsempfehlung zu entwickeln die den Entfall des Papier-Lieferscheins und dessen digitale Ablösung in der Praxis ermöglicht. Neben dem Prozessablauf und der Festlegung der wesentlichen Inhalte des Lieferscheins, sind technische Lösungsoptionen mit der Projektgruppe zu konzipieren. Die genaue Ausgestaltung ist Teil der Projekts.

Ziel:

  • Analyse der IST-Prozesse zur Identifikation der Systemrelevanz der Lieferscheins in Papierform.
  • Definition der SOLL-Prozesse die eine papierlose Sendungsabwicklung ermöglichen.
  • Entwicklung einer Anwendungsempfehlung zur praktischen Umsetzung.
  • Schaffung eine prozessualen Grundlage zur Ablösung des Lieferscheins in Papierform.
  • Digitalisierung der Funktionen des Lieferschein
  • Einbettung der Lösung in den abgestimmten ECR Prozess
  • Ergänzung zu bestehenden EDI Nachrichten (DESADV und RECADV)

Projektleiterin:

Oxana Reiss, 0170 7658719oxana.reiss @ gs1.de

Weitere Informationen zum Projekt "Digitaler Lieferschein" finden Sie hier.

Beschreibung:

Das Projekt zielt auf den Rückführungsprozess von Mehrweg-Versandtaschen vom Endverbraucher zum Versandhandel ab. Die Mehrweg-Versandtasche soll die im Online-Handel für die Endkundenbelieferung üblichen Einweg-Versandbeutel für z.B. Textilien, Schreibwaren etc. schrittweise ersetzen und so eine nachhaltige Lieferkette unterstützen. Der Rückführungsprozess soll einfach (Akzeptanz Kunde) und kostengünstig (Akzeptanz Versandhandel) sein. Unterstützt wird dies durch den Einsatz von GS1 Identifikationslösungen. Untermauert wird der Standard über einen im Rahmen des Projekts zu erstellenden Business Case.

Ziel:

  • Festlegung der Anforderungen (Design, Kennzeichnung, etc.) an eine Mehrweg-Versandtasche mit Blick auf einen standardisierten Rückführungsprozess auf Grundlage der Bewertung und Priorisierung der Kundenbedarfe (User Stories)

  • Definition eines standardisierten Rückführprozesses für Mehrweg-Versandtaschen in Bezug auf Logistikprozess und Informationsprozesse

  • Erstellung eines Business Case mit entsprechender Prozesskostenbetrachtung

  • Entwicklung einer Anwendungsempfehlung - „Standardisierte Rückführung von Mehrweg-Versandtaschen in der Praxis“ 

  • Vermeidung von redundanten Analysen durch Berücksichtigung der Ergebnisse des Pilottests aus dem PraxPack Förderprojekt (BMBF)

Projektleiterin:

Ilka Machemer, +49 221 94714 239ilka.machemer @ gs1.de

Beschreibung:

Gemeinsam mit dem Digitalisierungsausschuss des Bundesverbandes der dt. Fischindustrie und des dt. Fischgroßhandels wird eine nationale Anwendungsempfehlung für die Rückverfolgbarkeit von Fisch erarbeitet. Sie basiert auf der Empfehlung „Besonderheiten in der logistischen Abwicklung von SB-Fleisch- und Wurstwaren“. Mit einer GAP-Analyse werden Inhalte der globalen „GS1 Foundation for Fish, Seafood and Aquaculture Traceability Guideline” mit den Anforderungen der Branche abgeglichen. Aus Gründen der Kontinuität und zum Ausschluss von Ambiguitäten soll die nationale Anwendungsempfehlung ausschließlich die Punkte beinhalten, die in der globalen Guideline nicht abgedeckt werden.

Ziel:

  • Durchführen einer GAP- Analyse bezüglich der „GS1 Foundation for Fish, Seafood and Aquaculture Traceability Guideline” und den Anforderungen an die deutschen Beteiligten der Branche Fisch

  • Erstellen der nationalen Anwendungsempfehlung zu Datenstandards für die Rückverfolgbarkeit von Fisch bis Oktober 2021 unter Vermeidung von Ambiguitäten mit Blick auf die bestehende globale Anwendungsempfehlung

Projektleiter:

David Hintzen, +49 221 94714 447, david.hintzen @ gs1.de

Wie werde ich Projektteilnehmer?

Kontaktieren Sie einfach den unter dem jeweiligen Projekt ausgewiesenen Projektleiter.

Bevor es losgehen kann gilt es jedoch noch folgendes zu beachten: Projekte gelten als Gremien im Sinne des gültigen Gremienhandbuchs. Vor ihrer Beteiligung in einem Projekt sind deshalb die dort ausgewiesenen Mitgliedschaftsvoraussetzungen zu berücksichtigen.

GS1 Germany Gremienhandbuch

Dieses Dokument beschreibt, wie bei GS1 Germany Ergebnisdokumente, d. h. insbesondere GS1 Standards und Anwendungsempfehlungen initiiert, erarbeitet und freigegeben werden. Es erläutert darüber hinaus die Ziele und Aufgaben der verantwortlichen GS1 Germany Gremien die Prozessabläufe sowie die für alle Beteiligten verbindlichen Mitgliedschaftsvoraussetzungen sowie Entscheidungs- und Berichtswege.

Das GS1 Germany Gremienhandbuch besteht aus drei wesentlichen Teilen:

  1. GS1 Germany Gremienhandbuch: Grundregeln zur Standardisierung bei GS1 Germany
  2. Anlage 1: Standardmanagementprozess und Gremienstruktur
  3. Anlage 2: Projektmanagement@GS1 Germany

 

 

 

Anlage 1: Standardmanagementprozess und Gremienstruktur

Dieses Dokument detailliert die im GS1 Germany Gremienhandbuch dargestellte Gremienstruktur und den zugehörigen Standardmanagementprozess. Der Standardmanagementprozess beschreibt die Vorgehensweise bei der Umsetzung von Standardisierungsvorhaben.

Projekt Management bei GS1

Projektmanagement @ GS1 Germany

Zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen in den GS1 Gremien wendet GS1 Germany konsequent Projektmanagement an. 

Mehr zum Projektmanagement