GS1 Gremienprojekte

Marktteilnehmer und GS1-Experten arbeiten in Gremien gemeinsam an der Optimierung der Wertschöpfungskette

Die inhaltliche Basis bilden die GS1 Standards und Anwendungsempfehlungen, die gemeinsam mit Fachleuten entwickelt und umgesetzt werden. Dazu bringt GS1 Germany die interessierten und betroffenen Marktteilnehmer sowie die GS1 Germany Experten für die Identifikations-, Kommunikations- und Prozessstandards zusammen und entwickelt mit dieser ganzheitlichen, prozessorientierten Betrachtungsweise Lösungen für die konkreten Anforderungen der Märkte.

Neue GS1 Germany Projekte – Aufruf zur Beteiligung

Die GS1 Germany Entscheidergruppe hat die Freigabe zum Start der nachfolgenden Projekte erteilt. Eine Beteiligung an den Projekten ist für alle in ihren wirtschaftlichen Interessen unmittelbar oder mittelbar berührten Wirtschaftskreisen ab sofort möglich.

Laufende GS1 Germany Gremienprojekte

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz Fragebogen zur Prüfung von Risiken zu Sozial- und Umweltstandards

Beschreibung:

Basierend auf bereits genutzten Standards für Nachhaltigkeitskommunikation in Wertschöpfungsketten wird ein Fragenset entwickelt und in einem Datenmodell dargestellt, das als einheitliche Vorlage für die Abfrage von LkSG relevanten Daten branchenübergreifend bei Industrie und Handel Anwendung finden soll. 

Ziel:

  • Entwicklung eines modularen Fragensets, das alle relevanten Risiken aus dem LkSG abdeckt
  • Anlegen eines "Datenmodells" mit Codelisten-Struktur für das Fragenset zur vereinfachten Implementierung in IT Systemen

Projektleiterin:

Laura Echternacht, +49 221 94714 0, laura.echternacht @ gs1.de

Beschreibung:

Gemäß §33 VerpackG müssen Letztvertreiber zum 01.01.2023 verpflichtend ein Mehrwegbehältnis als Mehrwegalternative für Einwegkunststofflebensmittelverpackungen und Einweggetränkebecher anbieten.  Das gilt für alle Verpackungen, die jeweils erst beim Letztvertreiber mit Waren befüllt werden. In dem Projekt wird eine Anwendungsempfehlung erarbeitet, die die Identifikation und Kennzeichnung des Mehrwegbehältnisses händlerübergreifend vereinheitlicht. Dies bildet die Grundlage zur Rückgabe von Mehrwegbehältnissen bei verschiedenen Händlern, unabhängig vom Ort der Befüllung und Mitnahme.

Ziel:

Entwicklung einer Anwendungsempfehlung, welche die Identifikation und Kennzeichnung von Mehrwegbehältnissen definiert und anhand von beispielhaften Szenarien die Umsetzung in Point-of-Sale Prozessen zeigt.

Projektleiter:

Stefan Thomas, +49 221 94714 430stefan.thomas @ gs1.de

PDS4CircularPlastics: Processes and data sharing approach for enabling circular plastics value networks 

Beschreibung:

Im Projekt wird eine GS1 Anwendungsempfehlung erarbeitet, die die recycling-relevanten Prozessschritte in der Kunststoffproduktion beschreibt und die erforderlichen recycling-relevanten Attribute für den Datentransfer darstellt. Für den Datenaustausch soll EPCIS2.0 genutzt werden. Daraus resultierend werden in einer Gap-Analyse die Weiterentwicklungspotenziale der GS1 Standards für die internationale Standardisierung im Kunststoffproduktionsprozess identifiziert. Diese Erkenntnisse werden in GSMP Work Requests dokumentiert.

So wird die Grundlage für ein standardisiertes Datenmodell in der Kunststoffverpackungsbranche geschaffen, das den Ausgangspunkt für kreislauffähige Prozesse und deren Operationalisierung bildet.

Ziel:

  • Fertigstellung und Freigabe der GS1 Germany Anwendungsempfehlung zur Beschreibung der Kunststoffproduktionsprozesse und der recycling-relevanten Datenattribute
  • Fertigstellung dokumentierter Work Requests als Ergebnis einer Gap-Analyse der prozessrelevanten Datenattribute im Kunststoffproduktionsprozess mit dem EPCIS2.0 und Core Business Vocabulary Standard

Projektleiterin:

Sarah Grede, +49 221 94714 445, sarah.grede @ gs1.de

Beschreibung:

Im Rahmen des Projekts wird eine branchenunabhängige Neuauflage des Leitfadens aus 2014 erarbeitet. Dazu wird eine recherchebasierte Ist-Analyse zur Feststellung des Verbraucherverständnisses und eine Studie zur Identifikation relevanter, verbraucherorientierter Anforderungen durchgeführt. Darauf aufbauend wird der bestehende Leitfaden mit den Studienergebnissen abgeglichen & unter gezielter, punktueller Einbindung relevanter Stakeholder, eine Überarbeitung vorgenommen. Parallel dazu, wird ein visuell ansprechendes Ergebnisdokument erstellt, sowie ein Verbreitungskonzept inkl. Maßnahmenableitung für verschiedene Kommunikationskanäle erarbeitet.

Ziel:

  • IST-Analyse zur Feststellung des Verbraucherverständnisses & Identifikation relevanter, verbraucherorientierter Anforderungen an die nachhaltige Produktkommunikation
  • Erstellung einer branchenunabhängigen Neuauflage des B2B-Leitfadens 2.0
  • Aktualisierung bzgl. Nutzbarkeit & Design des Leitfadens
  • Erarbeitung eines Verbreitungs- & Kommunikationskonzeptes

Projektleiterin:

Joanna Behrend, +49 221 94714 408joanna.behrend @ gs1.de

Beschreibung:

Das Projekt zielt auf den Rückführungsprozess von Mehrweg-Versandtaschen vom Endverbraucher zum Versandhandel ab. Die Mehrweg-Versandtasche soll die im Online-Handel für die Endkundenbelieferung üblichen Einweg-Versandbeutel für z.B. Textilien, Schreibwaren etc. schrittweise ersetzen und so eine nachhaltige Lieferkette unterstützen. Der Rückführungsprozess soll einfach (Akzeptanz Kunde) und kostengünstig (Akzeptanz Versandhandel) sein. Unterstützt wird dies durch den Einsatz von GS1 Identifikationslösungen. Untermauert wird der Standard über einen im Rahmen des Projekts zu erstellenden Business Case.

Ziel:

  • Festlegung der Anforderungen (Design, Kennzeichnung, etc.) an eine Mehrweg-Versandtasche mit Blick auf einen standardisierten Rückführungsprozess auf Grundlage der Bewertung und Priorisierung der Kundenbedarfe (User Stories)

  • Definition eines standardisierten Rückführprozesses für Mehrweg-Versandtaschen in Bezug auf Logistikprozess und Informationsprozesse

  • Erstellung eines Business Case mit entsprechender Prozesskostenbetrachtung

  • Entwicklung einer Anwendungsempfehlung - „Standardisierte Rückführung von Mehrweg-Versandtaschen in der Praxis“ 

  • Vermeidung von redundanten Analysen durch Berücksichtigung der Ergebnisse des Pilottests aus dem PraxPack Förderprojekt (BMBF)

Projektleiterin:

Ilka Machemer, +49 221 94714 239ilka.machemer @ gs1.de

Wie werde ich Projektteilnehmer?

Kontaktieren Sie einfach den unter dem jeweiligen Projekt ausgewiesenen Projektleiter.

Bevor es losgehen kann gilt es jedoch noch folgendes zu beachten: Projekte gelten als Gremien im Sinne des gültigen Gremienhandbuchs. Vor ihrer Beteiligung in einem Projekt sind deshalb die dort ausgewiesenen Mitgliedschaftsvoraussetzungen zu berücksichtigen.

GS1 Germany Gremienhandbuch

Dieses Dokument beschreibt, wie bei GS1 Germany Ergebnisdokumente, d. h. insbesondere GS1 Standards und Anwendungsempfehlungen initiiert, erarbeitet und freigegeben werden. Es erläutert darüber hinaus die Ziele und Aufgaben der verantwortlichen GS1 Germany Gremien die Prozessabläufe sowie die für alle Beteiligten verbindlichen Mitgliedschaftsvoraussetzungen sowie Entscheidungs- und Berichtswege.

Das GS1 Germany Gremienhandbuch besteht aus drei wesentlichen Teilen:

  1. GS1 Germany Gremienhandbuch: Grundregeln zur Standardisierung bei GS1 Germany
  2. Anlage 1: Standardmanagementprozess und Gremienstruktur
  3. Anlage 2: Projektmanagement@GS1 Germany

 

 

 

Anlage 1: Standardmanagementprozess und Gremienstruktur

Dieses Dokument detailliert die im GS1 Germany Gremienhandbuch dargestellte Gremienstruktur und den zugehörigen Standardmanagementprozess. Der Standardmanagementprozess beschreibt die Vorgehensweise bei der Umsetzung von Standardisierungsvorhaben.

Projekt Management bei GS1

Projektmanagement @ GS1 Germany

Zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen in den GS1 Gremien wendet GS1 Germany konsequent Projektmanagement an. 

Mehr zum Projektmanagement