GS1 Gremienprojekte

Marktteilnehmer und GS1-Experten arbeiten in Gremien gemeinsam an der Optimierung der Wertschöpfungskette

Die inhaltliche Basis bilden die GS1 Standards und Anwendungsempfehlungen, die gemeinsam mit Fachleuten entwickelt und umgesetzt werden. Dazu bringt GS1 Germany die interessierten und betroffenen Marktteilnehmer sowie die GS1 Germany Experten für die Identifikations-, Kommunikations- und Prozessstandards zusammen und entwickelt mit dieser ganzheitlichen, prozessorientierten Betrachtungsweise Lösungen für die konkreten Anforderungen der Märkte.

Neue GS1 Germany Projekte – Aufruf zur Beteiligung

Die GS1 Germany Entscheidergruppe hat die Freigabe zum Start der nachfolgenden Projekte erteilt. Eine Beteiligung an den Projekten ist für alle in ihren wirtschaftlichen Interessen unmittelbar oder mittelbar berührten Wirtschaftskreisen ab sofort möglich.

Laufende GS1 Germany Gremienprojekte

Beschreibung:

Das Projekt richtet sich unter Leitung von GS1 Germany auf eine Kooperation zwischen Industrieunternehmen und Handel.
Die Erkenntnisse aus den Pilotumsetzungen der EANCOM-Nachricht RECeivingADVice (Gewinner des ECR-Awards 2018 Nestlé, Henkel und Bünting) sollen in die ebenfalls in 2016 entstandene Anwendungsempfehlung "RECeinving ADVice" einfließen.
Zusätzlich muss die Spezifikation für eine FMCG-RECADV (Subset aus der branchenübergreifenden RECADV) neu definiert werden, um den Anforderungen der Branche gerecht zu werden. Damit soll eine Reduzierung der Umsetzungshürden für Handel und Industrie und somit die Stärkung der Verbreitung eines GS1-Kernstandards erzielt werden.

Ziel:

  • Praxisgerechte Überarbeitung der GS1 Anwendungsempfehlung „RECeiving ADVice“
  • Integration der Learnings aus der 2-jährigen Pilotumsetzung
  • Definition eines neuen Sets von Abweichungsgründen zwischen gelieferter und avisierter Ware bei der Anlieferung
  • Spezifikation einer auf die Anforderungen der FMCG Branche ausgerichtete Nachrichtenstruktur der RECADV als Update der GS1 EANCOM Anwendungsempfehlung

Projektleiter:

Roman Strand, +49 221 94714-246roman.strand @ gs1.de

Beschreibung:

Digitaler Lieferschein ist ein Kooperationsprojekt zwischen BVL.digital und GS1 Germany. Im nationalen Warenverkehr übernimmt der Lieferschein häufig die Funktion des Frachtbriefes weil dieser nicht zwingend erforderlich ist und damit die Quittungsfunktion im Transportvertragsverhältnis zwischen Industrie und Spediteur. Damit wird der Lieferschein für den TDL relevant zur Dokumentation zur Beendigung des Haftungszeitraums der Gewährshaftung und relevant zur Dokumentation zur Erfüllung seines Frachtauftrags.
Die Projektdurchführung zielt darauf ab eine Anwendungsempfehlung zu entwickeln die den Entfall des Papier-Lieferscheins und dessen digitale Ablösung in der Praxis ermöglicht. Neben dem Prozessablauf und der Festlegung der wesentlichen Inhalte des Lieferscheins, sind technische Lösungsoptionen mit der Projektgruppe zu konzipieren. Die genaue Ausgestaltung ist Teil der Projekts.

Ziel:

  • Analyse der IST-Prozesse zur Identifikation der Systemrelevanz der Lieferscheins in Papierform.
  • Definition der SOLL-Prozesse die eine papierlose Sendungsabwicklung ermöglichen.
  • Entwicklung einer Anwendungsempfehlung zur praktischen Umsetzung.
  • Schaffung eine prozessualen Grundlage zur Ablösung des Lieferscheins in Papierform.
  • Digitalisierung der Funktionen des Lieferschein
  • Einbettung der Lösung in den abgestimmten ECR Prozess
  • Ergänzung zu bestehenden EDI Nachrichten (DESADV und RECADV)

Projektleiterin:

Oxana Reiss, 0170 7658719oxana.reiss @ gs1.de

Beschreibung:

Im Projekt Block4Log 2021 wird eine Lösung entwickelt, um das Ladungsträgermanagement per Blockchain-Technologie zu digitalisieren. Block4Log macht darüber hinaus viele Optimierungen in den Bereichen Transparenz, Rückverfolgbarkeit, Nachhaltigkeit und Digitalisierung möglich. Es soll ein Ökosystem zur Nutzung weiterer Lösungen entstehen. Es ist die Vision einer zukunftssicheren Infrastruktur für digitale Supply Chain-Anwendungen.

In Phase 3 liegt der Fokus auf der Vorbereitung, Durchführung und Gründung einer Genossenschaft. Die Genossenschaft soll Eigentümer der Infrastruktur sein, das bedeutet, dass alle Genossenschaftsmitglieder als Gemeinschaft die Rechte an der Enterprise Blockchain halten. Sie bilden das Kern-Netz aus und garantieren darüber gelebte Neutralität und Dezentralität.

Ziel - Phase 3:

  • Anbahnung und Entscheidung zur Gründungsphase aller beteiligten Unternehmen (Phase 3)

  • Finale Validierung des Business Models und Business Cases mit den beteiligten Unternehmen
  • Bedarfsabhängige Modifizierung der Komponenten des Business Models und Entscheidung zur Gründung
  • Vorbereitung und Durchführung der Genossenschaftsgründung

Projektleiter:

Calvin Hegger, +49 221 94714-307, calvin.hegger @ gs1.de 

Mehr Infos erhalten Sie in unseren Blockchain-Blog

Beschreibung:

Das Projekt GS1 SMART-Box Phase 5 hat das Ziel, die Pilotumsetzung der GS1 SMART-Box bei den beteiligten Herstellern und Händlern zu starten. Aufbauend auf den Ergebnissen der Projektphasen 1-4 findet die Regelpilotierung als geschlossener Pool statt. In der Phase 5 wird nur eine Behältergröße produziert und in den Umlauf gegeben. Phase 5 schließt ab mit der Dokumentation der ersten Behälterumläufe und der Vorbereitung der Phase 6 (Entscheidungsvorlage Steering Committee). 

Ziel:

  • Initiierung und Hochlauf der Regelpilotierung
  • Umstellung auf Regelbetrieb in der Umsetzungspilotierung inklusive Tracking
  • Vorbereitung der Phase 6 (mit dem Ziel der Überführung in ein offenes Poolmodell)
  • Analyse & EV Rolle GS1 in offenem Pool
  • Freigabe GS1-Handlungsempfehlung SMART-Box

Projektleiterin:

Dr. Nadine Rosenkranz, +49 221 94714-306nadine.rosenkranz @ gs1.de

Beschreibung:

Das Projekt zielt auf den Rückführungsprozess von Mehrweg-Versandtaschen vom Endverbraucher zum Versandhandel ab. Die Mehrweg-Versandtasche soll die im Online-Handel für die Endkundenbelieferung üblichen Einweg-Versandbeutel für z.B. Textilien, Schreibwaren etc. schrittweise ersetzen und so eine nachhaltige Lieferkette unterstützen. Der Rückführungsprozess soll einfach (Akzeptanz Kunde) und kostengünstig (Akzeptanz Versandhandel) sein. Unterstützt wird dies durch den Einsatz von GS1 Identifikationslösungen. Untermauert wird der Standard über einen im Rahmen des Projekts zu erstellenden Business Case.

Ziel:

  • Festlegung der Anforderungen (Design, Kennzeichnung, etc.) an eine Mehrweg-Versandtasche mit Blick auf einen standardisierten Rückführungsprozess auf Grundlage der Bewertung und Priorisierung der Kundenbedarfe (User Stories)

  • Definition eines standardisierten Rückführprozesses für Mehrweg-Versandtaschen in Bezug auf Logistikprozess und Informationsprozesse

  • Erstellung eines Business Case mit entsprechender Prozesskostenbetrachtung

  • Entwicklung einer Anwendungsempfehlung - „Standardisierte Rückführung von Mehrweg-Versandtaschen in der Praxis“ 

  • Vermeidung von redundanten Analysen durch Berücksichtigung der Ergebnisse des Pilottests aus dem PraxPack Förderprojekt (BMBF)

Projektleiterin:

Ilka Machemer, +49 221 94714 239ilka.machemer @ gs1.de

Beschreibung:

Gemeinsam mit dem Digitalisierungsausschuss des Bundesverbandes der dt. Fischindustrie und des dt. Fischgroßhandels wird eine nationale Anwendungsempfehlung für die Rückverfolgbarkeit von Fisch erarbeitet. Sie basiert auf der Empfehlung „Besonderheiten in der logistischen Abwicklung von SB-Fleisch- und Wurstwaren“. Mit einer GAP-Analyse werden Inhalte der globalen „GS1 Foundation for Fish, Seafood and Aquaculture Traceability Guideline” mit den Anforderungen der Branche abgeglichen. Aus Gründen der Kontinuität und zum Ausschluss von Ambiguitäten soll die nationale Anwendungsempfehlung ausschließlich die Punkte beinhalten, die in der globalen Guideline nicht abgedeckt werden.

Ziel:

  • Durchführen einer GAP- Analyse bezüglich der „GS1 Foundation for Fish, Seafood and Aquaculture Traceability Guideline” und den Anforderungen an die deutschen Beteiligten der Branche Fisch

  • Erstellen der nationalen Anwendungsempfehlung zu Datenstandards für die Rückverfolgbarkeit von Fisch bis Oktober 2021 unter Vermeidung von Ambiguitäten mit Blick auf die bestehende globale Anwendungsempfehlung

Projektleiter:

David Hintzen, +49 221 94714 447, david.hintzen @ gs1.de

Wie werde ich Projektteilnehmer?

Kontaktieren Sie einfach den unter dem jeweiligen Projekt ausgewiesenen Projektleiter.

Bevor es losgehen kann gilt es jedoch noch folgendes zu beachten: Projekte gelten als Gremien im Sinne des gültigen Gremienhandbuchs. Vor ihrer Beteiligung in einem Projekt sind deshalb die dort ausgewiesenen Mitgliedschaftsvoraussetzungen zu berücksichtigen.

GS1 Germany Gremienhandbuch

Dieses Dokument beschreibt, wie bei GS1 Germany Ergebnisdokumente, d. h. insbesondere GS1 Standards und Anwendungsempfehlungen initiiert, erarbeitet und freigegeben werden. Es erläutert darüber hinaus die Ziele und Aufgaben der verantwortlichen GS1 Germany Gremien die Prozessabläufe sowie die für alle Beteiligten verbindlichen Mitgliedschaftsvoraussetzungen sowie Entscheidungs- und Berichtswege.

Das GS1 Germany Gremienhandbuch besteht aus drei wesentlichen Teilen:

  1. GS1 Germany Gremienhandbuch: Grundregeln zur Standardisierung bei GS1 Germany
  2. Anlage 1: Standardmanagementprozess und Gremienstruktur
  3. Anlage 2: Projektmanagement@GS1 Germany

 

 

 

Anlage 1: Standardmanagementprozess und Gremienstruktur

Dieses Dokument detailliert die im GS1 Germany Gremienhandbuch dargestellte Gremienstruktur und den zugehörigen Standardmanagementprozess. Der Standardmanagementprozess beschreibt die Vorgehensweise bei der Umsetzung von Standardisierungsvorhaben.

Projekt Management bei GS1

Projektmanagement @ GS1 Germany

Zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen in den GS1 Gremien wendet GS1 Germany konsequent Projektmanagement an. 

Mehr zum Projektmanagement