12.10.2018

Da ich als verantwortliche Koordinatorin dieses Projektes bei Beiersdorf weder von der technischen IT-Seite komme, noch der Logistik-Experte für das Thema Palettentausch bin, möchte ich allen Lesern dieses Blogs von den prozessualen Herausforderungen beim Trockenlauf berichten:

Zunächst einmal war es für viele im Test involvierten Personen „an der Rampe“ das erste Mal, dass wir in diesem Kreise zusammenkamen. Es fand vorher eine Telefonkonferenz statt, um gemeinsam mit DHL den favorisierten Tausch-Prozess mit den Kernfragen zu klären: Wo genau findet der Tausch zu welchen Zeiten statt?? Welche Mitarbeiter könnten dies durchführen?

Bei uns bestand die Herausforderung, dass die Lieferungen an dm teilweise spät abends abgeholt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist das Warenausgangs-Büro nicht mehr besetzt. Das heißt wir können teilweise keinen Tausch auf beiden Seiten in Echtzeit abbilden, da die beteiligten Partner mitunter nicht gleichzeitig an einem Ort sind. Da wir möglichst reale Bedingungen für den Test abbilden und gleichzeitig auch möglichst viele Einträge in Form von Tauschvorgängen in die Blockchain schreiben wollten, gab es in unserer Projektgruppe einige Diskussionen über dieses kleine aber feine Detail!

Letztendlich einigten wir uns darauf, den Tauschprozess schon tagsüber mit Erstellung der Frachtpapiere zu starten und ihn dann am Folgetag durch einen extra dafür beauftragten Mitarbeiter von DHL abzuschließen. Lieferungen, die tagsüber abgeholt werden, finden regulär im Büro des Warenausgangs zwischen dem Lagermitarbeiter im Warenausgang und dem LKW-Fahrer von DHL statt.  

Soweit so gut! Nur war uns klar: Wir müssen unseren Testfall mit allen Beteiligten einmal durchspielen, um vor allem Sicherheit in dem von uns überlegten Prozess zu schaffen. Glücklicherweise bot uns Anne Wunsch, Testkoordinatorin der GS1 an, alles Nötige an Technik persönlich zu überbringen und mit uns gemeinsam zu testen. Wir gingen zusammen die Anwendung des Palettenmanagmentsystems auf den von der GS1 gestellten mobilen Endgeräten und der Desktopanwendung durch. In einem Rollenspiel testeten wir unseren Prozess und die Applikationendes Pallettenmanagements. Wir waren überzeugt! Es kann nun (endlich) losgehen!

Unser „Trockenlauf“ zeigt ganz deutlich wie wichtig in diesem Projekt der Einsatz aller jüngst dazugekommenen Projektteilnehmer ist – und damit meine ich genau unsere Kollegen in den Büros der Läger und an den Rampen, die neben Ihrem durch knappe Lieferzeitfenster streng getakteten Tagesgeschäft dieses Projekt unterstützen und somit die Basis für unseren Blockchain-Anwendungsfall bilden! Let’s rock our Blockchain!

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Beiersdorf AG

Anja Nienaber
Ein Beitrag von

Supply Chain Acceleration Manager, Beiersdorf AG Anja Nienaber

Anja Nienaber koordiniert das Blockchain-Projekt bei Beiersdorf. Sie ist begeistert von der Idee bei den ersten Versuchen eines Paradigmenwechsels zu einem dezentralen System über Unternehmensgrenzen hinweg von Anfang an dabei zu sein.

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