29.04.2020

In unserem Projekt geht es allen Corona-Widrigkeiten zum Trotz gut voran: vor allem in der Logistik-Gruppe wird fleißig gehirnt und viel diskutiert. Basis für alles ist ein sauber modellierter Use Case und eindeutig formulierte Anforderungen bevor wir in die technische Umsetzung einsteigen. Daher blicken gerade alle Augen auf unsere Logistik-Experten. Ein erstes Zwischenergebnis steht fest nach den ersten virtuellen Runden und dabei wurden wesentliche Eckpfeiler der künftigen Blockchain-Anwendung definiert. Das Ergebnis: Wir erweitern den Scope der Pilot-Lösung von 2018 deutlich und zwar wie folgt:


1. Die geographische Abdeckung soll nicht mehr nur den deutschsprachigen Raum, sondern ganz Europa umfassen. Damit berücksichtigen wir die Internationalität der Projektteilnehmer, wie z. B. Lidl und haben gleichfalls die Chance weitere europäische Partner zu gewinnen. So ist z. B. ein bedeutender Lebensmittelhändler aus Belgien in das Projekt eingestiegen.

2. Poolsystem: Die Lösung soll nicht nur den offenen Pool, sondern auch geschlossene Pools umfassen. Auch dieser Schritt spiegelt die Marktsituation realitätsnah wieder, da Palettenpoolbetreiber bei vielen Projektteilnehmern eine wichtige Rolle einnehmen.

3. Ladungsträger: Entsprechend wird unsere Lösung nicht nur die Europalette, sondern ein Dutzend weiterer Ladungsträger von der Gitterbox über die Hygienepalette bis zum EuroContainer umfassen. Sowohl im offenen als auch geschlossenen Pool liegt der Fokus jedoch weiterhin stark auf Paletten. Warum? Alle Projektteilnehmer waren sich einig:  Hier drückt der Schuh am meisten. Denn mit diesem klassischen Ladungsträger wird im Konsumgüterberiech schlicht die meiste Ware transportiert.

Wir haben für alle Ladungsträger den Business Prozess durchgespielt und festgestellt, dass wir vermutlich einen generischen Prozess für alle Ladungsträger definieren können. Lediglich für bestimmte Prozessschritte (z.B. Verbuchung / Freistellung) der geschlossenen Pools wird es Sonderregelungen geben. Unser Ziel ist es daher, dass die Blockchain-Lösung universell einsetzbar ist, dass sie also auf verschiedene Poolsysteme und Ladungsträger gleichermaßen anwendbar ist. Kurzum: Ein zentraler Prozess mit Varianten. Jetzt gilt es die Prozesse weiter im Detail zu definieren und in die User Stories einzusteigen. #staytuned #blockchain2gether

 

 

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Fabian Ehrler
Ein Beitrag von

Fabian Ehrler - Inbound Logistik, Lidl Stiftung & Co. KG

Fabian ist seit vielen Jahren im Einkauf International bei der Lidl Stiftung tätig und beschäftigt sich dort mit logistischen Prozessen. Aktuell verantwortet er den Bereich Netzwerkplanung in der Inbound Logistik. Dort kümmert er sich um innerbetriebliche Warenströme wie die Umlagerung von Food & Nonfood aus Fernost, aber auch um den optimalen Logistikweg für die Verteilung zu den Lidl Zentrallägern. Von der Teilnahme im Projekt „Blockchain im Ladungsträgermanagement“ verspricht er sich, bei der Schaffung eines einheitlichen Standards mitzuwirken sowie wichtige Erkenntnisse für die internen Prozesse für Lidl erlangen zu können.

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Marian Müller
Ein Beitrag von

Marian Müller - Logistik International, Lidl Stiftung & Co. KG

Marian arbeitet seit über 12 Jahren im logistischen Umfeld bei der Lidl Stiftung und verantwortet aktuell den Bereich Logistikstrategie und Prozesse in der Internationalen Logistik. Eines seiner Themen ist die Optimierung der Prozesse im Palettenhandling von der Wareneingangsrampe des Lidl-Lagers bis zur Filiale. Seine Ziele in diesem Blockchainprojekt sind u. a. die Schaffung von Transparenz der Palettenflüsse und somit auch die Identifikation von Kosteneinsparungen entlang der Prozesskette.

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