15.02.2019

Im Januar 2019 fand ein erster Workshop bezüglich der Projektfortführung statt. Dabei waren mehr als 20 Teilnehmer, die bereits auch im vergangen Jahr teilgenommen haben. Hier ging es in erster Linie um die Ausarbeitung der Motivation, Ziele und Nicht-Ziele sowie die Erstellung eines groben Projektplans inkl. Zeitrahmen.

Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt soll eine Blockchain-Infrastruktur (Distributed Ledger Technologie) für den unternehmensübergreifenden Datenaustausch mit dem konkreten Anwendungsfall „Ladungsträgertausch“ entwickelt werden. Es wird nicht mehr nur die Europalette betrachtet, sondern der Scope wird auf mehrere Ladungsträger erweitertet.. Auch die Frage der Governance Strukturen wird eine wesentliche und wichtige Rolle innerhalb des Projekts spielen. Dabei steht das Projektteam vor verschiedensten Fragen:


• Wie sehen die rechtlichen Rahmenbedingungen aus?
• Welche Regelungen müssen für die Zusammenarbeit berücksichtigt werden?
• Was sind die Rechte und Pflichten jedes einzelnen bezüglich der Inbetriebnahme der Blockchain?
• Und wie erfolgt die Weiterentwicklung der Infrastruktur?


Anreiz ist für viele Unternehmen die Optimierung des Ladungsträgertauschs. Wie schon erwähnt, ist dieser Ladungsträgertausch bei allen Beteiligten, sei es Industrie, Handel oder Logistik, ein brandaktuelles Thema – und bietet beste Voraussetzungen, eine analoge Welt zu digitalisieren. Nicht zu vergessen ist die Intransparenz im heutigen Tauschprozess. Somit ist für die Teilnehmer die Schaffung eines einzigartigen Ökosystems ein wesentlicherer Impuls. Neben dem Prozess liegt das Interesse weiterhin auf der Erprobung, der Inbetriebnahme und Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie. Wie auch im vergangenen Jahr möchten wir Pionierarbeit leisten sowie einen barrierefreien und offenen Wissenstransfer ermöglichen.

Unser nächster Schritt ist die Erstellung einer Absichtserklärung (Letter of Intent; kurz LoI), um ein einheitliches Verständnis über die definierten Ziele und Nicht-Ziele sowie Rechte und Pflichten aller Projektteilnehmer sicherzustellen. Ab Ende März werden wir Sie über die weitere Projektplanung informieren.

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GS1 Germany

Anne Wunsch
Ein Beitrag von

Anne Wunsch - Manager Logistik + Supply Chain Management, GS1 Germany

Seit Mai 2017 betreut Anne Wunsch bei GS1 Germany das Competence Center Mehrwegtransportverpackung (CC MTV) als neutrale Plattform für ein effizienteres Ladungsträgermanagement. Das Management von Mehrwegladungsträgern in offenen oder geschlossenen Kreisläufen zählt zu den grundlegende Erfolgsfaktoren im Supply Chain Management. Die Vielzahl unterschiedlicher Typen und Ausführungen sowie heterogene Qualitätskriterien erschweren den Tausch und die Abrechnung. Ihr Fokus im Blockchain-Projekt liegt auf der Anforderungsanalyse, dem Prozess-Design und der Vorbereitung sowie Durchführung des Praxistests.

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Dirk Freda
Ein Beitrag von

Dirk Freda - Leiter Competence Center SCM, GS1 Germany GmbH

Dirk Freda leitet das Competence Center Supply Chain Management bei GS1 Germany in Köln. Hauptfokus im Projekt liegt auf der operativen Umsetzung in der Praxisphase und einer möglichen Weiterentwicklung über die Pilotphase hinaus.

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