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Eine medizinische Schere wird gescannt

Unique Device Identification (UDI) für Medizinprodukte und In-vitro-Diagnostika (IVD)

UDI und EUDAMED für Hersteller: Medizinprodukte richtig kennzeichnen und registrieren

GS1 Germany unterstützt Hersteller von Medizinprodukten und IVD dabei, UDI-Anforderungen praxisnah umzusetzen; von GTIN, Basis UDI-DI bis zur Kennzeichnung mit GS1 DataMatrix und zur Vorbereitung der EUDAMED-Registrierung. So schaffen wir mit Ihnen Klarheit über Fristen, Verantwortlichkeiten und die nächsten Schritte.

Was gilt jetzt für UDI und EUDAMED

  • Bereits jetzt relevant: Hersteller, Bevollmächtigte und Importeure mit Sitz in Deutschland müssen im EUDAMED-Actor-Modul registriert sein.
  • Ab 28. Mai 2026: Neue Produkte müssen im UDI/Devices-Modul registriert werden.
  • Bis 28. November 2026: Bestandsprodukte müssen registriert sein, wenn sie weiter in Verkehr gebracht werden. 

Wichtig für Bestandsdaten: Bereits im Deutsches Medizinprodukte-Informations- und Datenbanksystem (DMIDS) erfasste Produkte werden nicht automatisch in die EUDAMED übernommen. Unternehmen müssen die Registrierung in EUDAMED selbstständig anlegen. 

Was passiert, wenn Sie die UDI- und EUDAMED-Fristen nicht einhalten?

Wenn Sie die Anforderungen an UDI und EUDAMED nicht fristgerecht umsetzen, hat das direkte Auswirkungen auf Ihre Marktteilnahme. Für Hersteller, Bevollmächtigte und Importeure bedeutet das konkret: Produkte dürfen unter Umständen nicht mehr in Verkehr gebracht werden oder müssen vom Markt genommen werden. 

Die wichtigsten Konsequenzen im Überblick 

  • Keine Marktzulassung neuer Produkte
    Ohne vollständige UDI-Daten und Registrierung im EUDAMED-Modul UDI/Devices können neue Produkte ab dem 28. Mai 2026 nicht mehr in Verkehr gebracht werden.
  • Einschränkungen für Bestandsprodukte
    Produkte, die weiterhin verkauft werden sollen, müssen bis spätestens 28. November 2026 in EUDAMED registriert sein. Andernfalls drohen Vermarktungsverbote.
  • Probleme bei Marktüberwachung und Audits 
    Fehlende oder unvollständige UDI-Daten führen bei Überprüfungen durch Behörden oder Benannten Stellen oder Audits zu Abweichungen.
  • Erhöhter Aufwand unter Zeitdruck
    Unternehmen, die spät starten, müssen UDI, Kennzeichnung und Datenprozesse oft parallel und unter hohem Zeitdruck umsetzen, dies führt zu erhöhtem Fehler- und Kostenrisiko.
  • Lieferketten- und Kundenanforderungen
    Handelspartner, Kliniken oder Einkaufsgemeinschaften setzen UDI-konforme Kennzeichnung und Daten immer öfters voraus. 

Gerade für kleine und mittlere Hersteller kann eine verspätete Umsetzung zu erheblichem Zeitdruck und zusätzlichen Aufwänden führen. 

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Was bedeutet Unique Device Identification?

Unique Device Identification (UDI) ist eine gesetzliche Vorgabe für die weltweit eindeutige und maschinenlesbare Kennzeichnung von Medizinprodukten und In-Vitro-Diagnostika. Sie gilt für Europa und die USA. Die erforderlichen Produktinformationen werden in der UDI-Datenbank vorgehalten. Das UDI-System erleichtert die Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten und erhöht die Patientensicherheit.

Als akkreditierte UDI‑Zuteilungsstelle stellt GS1 ein zuverlässiges und international anerkanntes System bereit, das Hersteller dabei unterstützt, die regulatorischen UDI‑Anforderungen effizient umzusetzen.

Wir sind offizielle Zuteilungsstelle

In Europa und den USA ist GS1 eine akkreditierte Zuteilungsstelle für UDI.

Wir haben die passende Lösung

Wir bieten Lösungen für die weltweit eindeutige Kennzeichnung von Ihren Medizinprodukten.

Wir begleiten Sie

Mit Schulungen, individueller Beratung vor Ort und einem starken GS1 Solution Partner Netzwerk sind wir an Ihrer Seite.

Sabine Bock von ZEISS Vision Care

GS1 Germany ist als Vergabestelle und neutrale Plattform sehr nah an der operativen Umsetzung. Das Berater-Team kennt sich bestens mit UDI und den Anforderungen aus - für uns bis heute ein zentraler Begleiter zu allen Fragen rund um MDR und UDI.

Sabine Bock

Director EMEA Quality ZEISS Vision Care

Alles, was Sie zur Basis UDI-DI wissen müssen

Im Gegensatz zu den USA wird in Europa zusätzlich zur UDI (UDI-DI = Device Identifier & UDI-PI = Production Identifer) noch die Basis UDI-DI benötigt. MDR (Medical Device Regulation) und IVDR (In-vitro-Diagnostika Regulation) definieren die Basis UDI-DI als die primäre Kennung eines Produktmodells, welche auf Ebene der Gebrauchseinheit des Produkts zugewiesen wird. Sie ist das wichtigste Ordnungsmerkmal für Datensätze in der UDI-Datenbank und ist in den einschlägigen Bescheinigungen und EU-Konformitätserklärungen ausgewiesen. Mehr zur Basis UDI-DI erfahren Sie in unseren kurzen Video.

Merkmale der Basis UDI-DI

  • kennzeichnet eine gesamte Produktfamilie
  • erscheint in der EUDAMED
  • fasst mehrere UDI-DI zusammen
  • muss in allen relevanten Dokumenten erscheinen
  • erscheint NICHT auf Produkten und Verpackungen
  • Wird mit dem GS1 Standard GMN gebildet (Global Model Number)

Um die GMN-Prüfzeichen zu berechnen oder Ihre GMN (Basis UDI-DI) zu überprüfen, können Sie den von GS1 entwickelten Prüfzeichenpaarrechner verwenden. Klicken Sie hier, um darauf zuzugreifen.

Abgrenzung der Basis UDI-DI zur UDI-DI

Die Basis UDI-DI kennzeichnet ein Produktmodell oder eine gesamte Produktfamilie. Neben derselben Basis UDI-DI besitzt jedes einzelne Produkt aus dieser Produktfamilie eine eigene eindeutige Nummer. Diese Nummer ist die UDI-DI. Die Basis UDI-DI erscheint in der EUDAMED-Datenbank und in den offiziellen Dokumenten. Sie erscheint nie – im Vergleich zur UDI-DI - auf dem Produkt oder deren Verpackung.

Kennzeichnung von Medizinprodukten mit GS1 Standards

Mit den GS1 Standards erfüllen Sie als Hersteller von Medizinprodukten und In-Vitro Diagnostika die UDI-Anforderungen für die USA und Europa. Bei der UDI-Umsetzung geht es im Kern um drei Handlungsfelder:

Icon Identifikation mit GS1 Standards

Identifikation

EU UDI-Anforderungen

Alle Medizinprodukte und In-Vitro-Diagnostika müssen weltweit eindeutig identifizierbar sein.

UDI Device Identifier (UDI-DI)

Der UDI-DI ist ein einmaliger numerischer oder alphanumerischer Code, der den Artikel identifiziert (statische Daten).

UDI Production Identifier (UDI-PI)

Der UDI-PI ermöglicht die Rückverfolgbarkeit mit Daten wie Charge, Verfallsdatum, Seriennummer (dynamische Daten).

Basis UDI-DI

Die Basis UDI-DI ist die primäre Kennung eines Produktmodells, welche auf Ebene der Gebrauchseinheit des Produkts zugewiesen wird. Sie ist das wichtigste Ordnungsmerkmal für Datensätze in der UDI-Datenbank und ist in den einschlägigen Bescheinigungen und EU-Konformitätserklärungen ausgewiesen.

Lösung mit GS1 Standards

Folgende GS1 Standards ermöglichen eine UDI konforme Identifikation Ihrer Produkte.

Global Trade Item Number (GTIN)

Als UDI-DI steht Ihnen die GTIN (Global Trade Item Number) zur Verfügung.

GS1 Datenbezeichner (DB)

Als UDI-PI bieten wir die GS1 Datenbezeichner (DB) an, auf Englisch GS1 Application Identifier (AI) genannt.

Global Model Number (GMN)

Für die Umsetzung der Basis UDI-DI kann die Global Model Number (GMN) verwendet werden. Die GMN ist der GS1 Identifikationsschlüssel, der das Modell eines Produktes, aus dem die Handelseinheit abgeleitet wird, identifiziert.

Icon Kennzeichnung mit GS1 Standards

Kennzeichnung

EU UDI-Anforderungen

UDI-Träger

Alle Informationen zu UDI-DI und UDI-PI müssen auf der Produktverpackung oder – wenn gefordert – auf dem Produkt selbst angebracht sein.

Lösungen mit GS1 Standards

GS1 Barcodes

Mit unseren Barcodes können Sie alle angeforderten Informationen maschinenlesbar darstellen:

Icon Datenübertragung mit GS1 Standards

Datenübertragung

EU UDI-Anforderungen

Als Hersteller sind Sie verpflichtet, die Stammdaten Ihrer Produkte an die europäische UDI Datenbank (Teil der Europäischen Datenbank EUDAMED) zu liefern.

Lösung mit GDSN-Datenpool

Über das weltweite Netzwerk zum Datenaustausch GDSN können Sie Ihre UDI Daten über eine einzige Verbindung vielen Verwendern zur Verfügung stellen.

Sie suchen Partner, die Ihnen bei der Anbindung an die EUDAMED helfen? Dann schauen bei GS1 PINE – dem Partner Portal von GS1 Germany - vorbei.

Sie möchten UDI mit den GS1 Standards umsetzen? Werden Sie jetzt GS1 Complete Kunde.

Ihr Weg zu Unique Device Identification

Ein UDI-Projekt erreicht schnell eine hohe Komplexität mit vielen Abhängigkeiten und Auswirkungen auf unternehmensinterne Prozesse. Damit Sie den Überblick behalten, haben wir die wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche UDI-Umsetzung für Sie zusammengestellt:

UDI-Standortbestimmung

Nutzen Sie bereits GS1 Standards in Ihrem Unternehmen? Verfügen Ihre Produkte über Barcodes? Ermitteln Sie den Status Quo.

Handlungsfelder identifizieren

Schaffen Sie strukturelle Rahmenbedingungen für die Umsetzung Ihres UDI-Projekts und identifizieren Sie vorab wichtige Handlungsfelder.

Verantwortlichkeiten im UDI-Projekt definieren

Bevor Sie mit der Umsetzung starten, sollten Sie die Verantwortlichkeiten für Ihr UDI-Projekt definieren.

Umsetzung starten

Nachdem alle Rahmenbedingungen definiert und entsprechend geschaffen wurden, können Sie mit der Umsetzung loslegen.

UDI im Unternehmen etablieren

Nach der erfolgreichen Durchführung sollten Sie das UDI-Projekt als integraler Bestandteil des QM-Systems etablieren.

Sind Sie fit für UDI und EUDAMED?

In 5 Schritten zum Überblick – Stand prüfen, Lücken erkennen

Icon Person

Die Vorbereitung und Umsetzung der UDI ist ein intensiver, zeitaufwendiger Prozess und wir sind zum Glück früh gestartet. Durch den Support von GS1 konnten wir einzelne Unklarheiten schnell beseitigen und setzen alle Anforderungen fristgerecht um. Gemeinsam mit unseren Kunden freuen wir uns auf optimierte Abläufe in der Zusammenarbeit.

Hendrik Otto

Produktmanager mediPlac GmbH

Info-Button

GS1 Standards können weltweit verwendet werden, um die gesetzlichen UDI-Anforderungen zu erfüllen. So werden zur Zeit in der Europäischen Union, Brasilien, China, Ägypten, Saudi-Arabien, Singapur, Südkorea, Taiwan, der Türkei und den USA die GS1 Standards genutzt.

GS1 Germany

Unser UDI-Rundum-Angebot für Sie

Das sagen unsere Experten

Foto Sylvia Reingardt, Senior Manager Industry Engagement bei GS1 Germany

UDI betrifft viele Bereiche im Unternehmen – von Regulatory Affairs über Produktion und Stammdatenmanagement bis hin zu QM und IT. Der Aufwand wird oft unterschätzt. Meine Empfehlung: Jetzt handeln, Wissenslücken schließen und die Umsetzung starten!

Sylvia Reingardt

Senior Manager Industry Engagement bei GS1 Germany

Foto Guido Hammer, Senior Manager Research + Consulting, GS1 Germany GmbH

Am 20. März 2023 wurden im Amtsblatt der Europäischen Kommission die verlängerten Übergangsfristen der MDR (Medical Device Regulation) veröffentlicht. Die verlängerten Übergangsfristen sind allerdings an bestimmte Bedingungen geknüpft. Umso wichtiger ist es, dass Hersteller ein klares Bild vor Augen haben, was im Zusammenhang mit UDI auf ihr Unternehmen zukommt und was in der Umsetzung der Anforderungen zu beachten ist.

Guido M. Hammer

Senior Consultant bei GS1 Germany

Experten-Tipp

Setzen Sie Schritt für Schritt die Anforderungen konsequent um und etablieren Sie frühzeitig UDI als integralen Bestandteil Ihres QM-Systems.

FAQs zu Unique Device Identification

Weitere Details zu Unique Device Identification

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Weitere Informationen (in Englisch)